Und nun gehts wieder los…

Filed under: Allgemein — Smikey @ 19:31

Ich weiß, ich weiß, ich weiß, ich hab mich im letzten halben Jahr sehr sehr rar gemacht. Auf dem Blog war nichts los und auch auf Twitter habe ich mich ein wenig zurückgehalten. Aber das hatte alles seine Gründe. Ich sag mal so, bei mir gehts gerade ganz schön rund und es ist ne ganze Menge passiert im halben Jahr.

Ich habe sogar in letzter Zeit überlegt, ob ich meinen Blog komplett dichtmache, weil ich einfach zur Zeit nichts zu sagen habe. Aber ich habe etwas zu sagen. Ich habe immer etwas zu sagen. Und eigentlich passieren mir so unglaublich viele tolle Dinge, über die ich schreiben könnte. Und das will ich in nächster Zeit endlich mal wieder vermehrt tun.

Aber erstmal erkläre ich euch, wie es mir im letzten halben Jahr so ergangen ist:

Der wohl wichtigste Punkt ist, dass meine Zeit des Rumhurens vorbei ist. Ich habe mir nämlich ein ganz grandioses Mädel geschnappt und lasse es nicht mehr gehen. Und wisst ihr auch, wen ich mir geschnappt habe? Nein? Genau, das Mädel aus der Südafrika-Geschichte. Was für eine tolle Sache. Vielleicht erzähle ich die ganze Geschichte demnächst mal, denn sie ist echt toll. Also, die Geschichte. Und das Mädel. Und so.

Im Studium gehts auch ziemlich rund gerade. Auch wenn die Präsenztermine immer mehr abnehmen, bin ich dauernd unterwegs. Meetings, Meetings, Meetings. Zu Drehbüchern, Forschungen, Diskussionen, Interviews. Alles muss abgearbeitet werden und es ist unglaublich toll. Aber stressig. Aber eben auch toll.

Das wohl tollste hinsichtlich des Studiums war wohl unser Besuch bei ZDF log in in der letzten Woche. Wir untersuchen die Sendung und das gesamte Format und haben deswegen einmal eine Live-Sendung im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin besucht… Das ist ja totalst interessant. Wirklich. Hätte nie gedacht, dass an dem Set so viele Menschen rumrennen. Toll.

Yoa, das wars eigentlich erstmal von mir. Sagen wir einfach, ich bin vorerst zurück und versuche mal wieder mehr zu schreiben. Deswegen auch ein neues Design :D

Du bist nicht mehr mein Freund!

Filed under: Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 20:07

Ich war ja schon einige Male in Coburg feiern, und auch schon einmal aufm SambaFestival, aber was uns dieses Jahr passiert ist, das schießt echt den Vogel ab. Passt mal auf:

SambaFestival in Coburg. Das klingt immer nach einer ganzen Menge Spaß. Und viel Musik. Und Bier. Und natürlich, nicht zu verachten, Frauen. Das hat mich natürlich fasziniert und ich hab meinen Kumpel geschnappt und bin Richtung Süden gestartet. Natürlich nicht, ohne vorher von seiner Mutter zu hören, dass ich bitte gut auf ihren Sohn aufpassen soll. Er ist ja nur 5 Jahre älter als ich. Sollte er auch alleine schaffen. Dachte ich.

Wir kamen gegen 7 in der WG meines alten Studienkollegen an und berieten, wie wir den Abend denn nun starten sollten. Als ich aus dem Fenster schaute, bemerkte ich die nette junge blonde Nachbarin am Fenster auf der anderen Straßenseite. “Süß…”, sagte ich und im nächsten Moment stehen mein Kumpel, zwei Studienkollegen, ein weiterer Sonneberger und ich im Wohnzimmer und begutachten die Nachbarin. Sah mit Sicherheit ziemlich verrückt aus, aber uns hat ja keiner gesehen. Glaube ich.

Wir zogen in die Innenstadt und verteilten uns. Das Bier floss, der Spaß stieg und wir lernten Leute kennen. Unter anderem 2 nette Mädels und ihre Familien, ein Mädel davon auffallend blond und auch so sehr gut aussehend. Wir unterhielten uns gut, immerhin fuhren sie Motorrad. Perfekt, das war ja genau unsere Kragenweite. Und so.

Irgendwann gegen Mitternacht, ich verpflegte gerade den Biertisch mit Kartoffelecken, hörten wir ein Glas splittern. Ich wurde nass am Rücken. Ich drehte mich rum und sah meinen Kumpel mit erhobenen Händen in der Gegend rumstehen. Ok, dachte ich, hat er das Glas fallen lassen. Als er mit blutender Hand neben mir stand, dachte ich auch noch, dass er sich beim Fallenlassen in die Hand geschnitten hat. Idiot.

Aber falsch gedacht. Nein, er hat eine mit nem Bierkrug übergezogen bekommen. Und noch eine Faust mitten ins Gesicht. Warum ist bis heute noch nicht ganz klar, Ermittlungen laufen.

Sein Ohr sah aber verdammt mitgenommen aus und er hat geblutet wie ein angestochenes Schwein. Ok, leicht übertrieben, aber es war echt unschön. Er ließ sich also von Sanitätern verarzten, bekam einen netten MullTurban und wurde von den durchaus netten Polizeimeisterinnen Annika und Sophie zum Vorfall interviewt. Während ich durch die halbe Innenstadt gerannt bin, um seine KrankenKassenKarte aus der Wohnung zu holen, beriet er mit den Sanitätern, dass wir nicht zum Klinikum laufen, geschweige denn ein Taxi bezahlen, um ihm sein Ohr wieder an die richtige Stelle nähen zu lassen. Sie ließen sich erweichen und besorgten einen Krankenwagen. Wir zwängten uns durch die Menschenmengen zum RTW, mein Kumpel verschwand mit einem Sani hinteren und ich mit dem anderen im vorderen Teil des Wagens. Gut, werden wir also doch gefahren.

Plötzlich schaut mich der Fahrer an und meint: “Sagen Sie mal, kommen Sie von hier? Und wissen Sie, wo’s zum Klinikum geht?” – “Ähm, nein? Wir sind von ganz woanders… Wo kommen Sie denn her?” – “Wir kommen gerade aus Lichtenfels. Naja, wir werden die Klinik schon finden…” — Na prima, das kann ja heiter werden.

Wir schafften es doch bis in die Klinik und die Nachtschwester war einigermaßen begeistert, dass wir beide redegewandt, aufrecht laufend und bester Laune waren. Im Gegensatz zu einigen anderen Patienten, die bewusstlos auf den Liegen im Gang lagen. “Ich muss hier mal genäht werden…” Ok, also in den Behandlungsraum, mein Kumpel auf die Pritsche und ich auf den Stuhl im Vorraum. Die Ärztin kam hinein und wirkte, als wäre sie soeben aus dem Bereitschaftsraum aufgestanden und noch nicht ganz wach. Sie war trotzdem souverän: “Also, wenn ich das jetzt betäube, dann schwillt das alles an und man weiß nicht mehr, was wo hin gehört. Stört es Sie, wenn wir das ohne Betäubung wieder annähen?” – “Kein Problem, die Hauptsache ist, dass es wieder genauso schön wird, wie es vorher auch wahr”, erwiderte mein Kumpel.

Nachdem er seine 10 Euro für die Notfallbehandlung abgedrückt hat (“Wenn in den nächsten 3 Monaten noch ein Notfall auftritt, brauchen Sie das aber nicht nochmal zahlen!” – Ui, toll.), verschwanden wir gegen 2 aus der Klinik und wanderten wieder Richtung Innenstadt. Auf den Schreck erstmal nen Absacker “bei Adam”, der tollen RockerPunkerKneipe, mit der ich schon öfters Bekanntschaft gemacht hab. Wir haben unser Glas noch nicht ganz zum Mund geführt, da klingelt das Telefon. Polizei. Wir sollen doch bitte nochmal auf die Polizeistation kommen. 4km entfernt. Holen können sie uns nicht. Top. Wir bezahlen und wandern wieder los. Quer durch Coburg, wir wissen ja nicht genau wohin. Die beiden Polizisten auf dem Weg (Polizeimeisterin Sophie wieder dabei, sie erkennt uns wieder) kommen aber immernoch aus Nürnberg und die Straße mit der Polizeistation ist nicht auf ihrem ausgedruckten Stadtplan. Nach Rücksprache mit der Wache müssen wir aber immernoch laufen, auch wenn Sophie ziemlich leid tut.

In Coburg nach dem Weg fragen, Freitag Nacht um 2, wo die Hälfte der Menschen nicht aus Coburg kommt und alle betrunken sind. Da können aus 4 km auch mal schnell 5-7 werden. Aber wir kommen trotzdem irgendwann bei der Polizei an. Man erkennt uns. “Sie sind der mit dem Ohr!”. Richtig. Aber die Polizisten, die zuständig sind, sind schon weg, aber Fotos können noch gemacht werden. Perfekt, hätte er auch über Facebook bekommen können. Und überhaupt wär das Foto viel spektakulärer gewesen, hätte man es vor der OP gemacht. Gut, was solls. Nach Hause fahren darf man uns auch nicht, wir laufen wieder los und kommen gegen halb 5 wieder an der Wohnung an. Die Innenstadt ist leer, unsere Leute pennen und auch so nicht mehr viel zu wollen. Wir trinken einen Absacker in der Bar unter der Wohnung, verbreiten voller Stolz unsere Geschichte über den Abend und kommen noch ein wenig rum. Aber irgendwann ist auch für uns Schluss. Wir gehen schlafen.

Am nächsten Tag beginnt alles so, wie der Abend schon begonnen hat. Wir stehen am Fenster und schauen auf die nette Blondine von gegenüber, bis es mir einfällt: “Das ist doch die Kira von gestern Abend!”, das Mädchen, mit der wir den Abend bis zum Zwischenfall verbracht waren. Motorradfahrerin mit Familie und so. Wir reißen die Fenster auf und schreien ihr und der Familie einen Guten Morgen herüber. Sie lacht und erwidert den Gruß. Ich glaube aber, sie dachte eher “Oh Gott, die gleichen Idioten wie gestern Abend.”. Aber lustig war es trotzdem.

Ich packe meinen Kumpel ein und wir verschwinden wieder Richtung Norden in die Heimat. Auch wenn wir geschworen haben, wieder zu kommen. War ja doch ganz gut. In Coburg.

Daheim angekommen musste ich natürlich beichten, dass ich meinen Kumpel leicht lädiert wieder mitgebracht habe.

Allerdings konnten wir berichten, dass er sich nicht geprügelt hat. Nachdem er den Bierkrug und die Faust abbekommen hat, ist er nur aufgestanden und hat im Weggehen das einzig Wahre ausgesprochen:

“Du bist nicht mehr mein Freund…”

 

 

Am 15., im Regen.

Filed under: Aus eigener Feder — Smikey @ 18:05

“Der ist schön, der gefällt mir…”

Ich schaue mich noch einmal um, dann fällt mein Blick aber doch wieder auf den großen Stein mit der Rose darauf. “Den nehme ich.”, sage ich, als der ältere Mann im pechschwarzen Anzug mich mit großen erwartenden Augen ansieht.

“Kein Problem” erwidert er, “lassen Sie uns alles Weitere in meinem Büro besprechen.”

Büro nennt er das also. Für mich sieht es eher aus wie eine Abstellkammer mit Schreibtisch. Ein Schrank in der Ecke, der aussieht, als hätte er den letzten Krieg nur mit Mühe überstanden. Alt ja, aber nicht antik. Der Rest des Zimmers erstrahlt in einem Nostalgieschein. Als wäre die DDR niemals untergegangen und das hier wäre das Büro eines SED-Funktionärs am unteren Ende der Partei.

Egal. Es geht ums Geschäft. Ich bin nicht umsonst zum billigsten Bestattungsinstitut der ganzen Gegend gegangen. Denen steck ich das Geld nicht in den Hals. Denen nicht. Es sterben immerhin genug Leute. Hier soll sich keiner eine goldene Nase verdienen, nur weil der Lauf der Dinge nicht zu ändern ist. Nicht mit mir.

Er fragt mich nach dem Verstorbenen. Ich überlege kurz und buchstabiere ihm den Namen, den ich mir selbst schon immer nicht merken kann. Etwas verdutzt schaut er mich an und fragt nach dem Tag des Todes. Muss er ja wissen, für die Inschrift und so.

“Nächsten Dienstag.”, sage ich.

Er fragt, ob ich ihn verarschen will. “Ganz und garnicht. Nächsten Dienstag. Das ist doch der 15., oder?”

Er scheint keinen Neukunden zu wollen, denn er schmeisst mich lautstark aus dem Büro. Mit krachender Tür. Ich stehe wieder auf der Straße.

Wird also doch wieder nichts aus dem Selbstmord.

Ich bin untröstlich…

Filed under: Allgemein,Gedankenwelt — Smikey @ 13:44

Wisst ihr eigentlich, warum ich zur zeit so wenig blogge? Weil ich zu faul bin.

Ich habe nämlich immernoch Semesterferien, also zumindest noch diese Woche und ich gammel den ganzen Tag auf der Couch rum und spiele Pokémon. Die Freunde müssen arbeiten, studieren immernoch oder schon wieder.

Mein Tagesablauf beschränkt sich zur Zeit auf folgende Sachen:

  • Wecker auf um 9 stellen, klingeln lassen, ausmachen, wieder rumdrehen
  • 11.59 Uhr aufstehen und bei Omi Mittag essen
  • How I Met Your Mother schauen
  • Rauchen
  • Gameboy spielen
  • Zitronentee naschen (Krank, aber ja)

Ja, das wars soweit. Ich würde gerne Motorrad fahren (immerhin darf ich das seit 1.März wieder und die Sonne scheint jeden Tag), aber es ist einfach viel zu KALT. Im Ernst. Die Sonne verarscht mich. Auf dem Fensterbrett, meinem Stammplatz, wisst ihr ja, sinds ca 1000 Grad aber kaum bewege ich meinen Astralkörper vor die Tür, frier ich mir doch sämtliche Extremitäten ab. Geht also nicht. Musik machen ist auch nicht, da meine Kreativität durch mangelnde andere Aktivitäten auf ein absolutes Minimum gesunken ist. Alles, was ich mir für die Ferien vorgenommen hatte, ist also nicht wirklich erledigt.

Auch wenn ich mich selbst dafür ohrfeigen könnte, dass ich sowas sage, aber es wird Zeit, dass ich wieder in die Uni gehe. Ab Montag. Yeah. Dann wird nur noch 70% des Tages gegammelt und nicht mehr 130%.

Eine halbe Dekade… [5. Blogsday]

Filed under: Allgemein,Erlebtes — Smikey @ 12:57

Es ist soweit. Mit über 200 Beiträgen und über 1000 Kommentaren feiert dieser Blog hier und heute seinen 5. Geburtstag.

Das letzte Jahr hat wie immer viel gebracht. Ja, ich weiß, ich blogge viel zu wenig und mit viel zu großen Abständen, aber ich verspreche wieder, mich zu ändern. Vielleicht schaffe ich es ja diesmal. Bestimmt. Es gibt ja immer genug zu erzählen. Auch abgesehen von abstrusen Frauengeschichten. Glaube ich zumindest.

Auch wenn wir es noch nicht geschafft haben, wieder eine ThüringerBlogLesung auf die Beine zu stellen, hoffe ich, dass wir es in diesem Jahr wieder hinbekommen. Dafür war ich im letzten Jahr aber auf einem grandiosen TweetUp im Paradies (Jena) und auf einem mindestens genauso tollen Bloggertreffen in Karlsruhe. Ich stehe darauf, verrückte Menschen zu treffen. Und Blogger sind das mit Sicherheit. Also: Ladet mich ein, ich komme vorbei!

So. Auf die zweite Hälfte der BlogDekade. Es wird noch grandioser und ausgeflippter und rumhuriger als sonst. Und…LOS!

Südafrika

Filed under: Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 14:17

Erinnert ihr euch an euer erstes Interesse am anderen Geschlecht? Ich schon. Ziemlich genau sogar. Das ganze ist mittlerweile über 10 Jahre her. Damals ging ich in die erste oder zweite Klasse der Grundschule in meinem Heimatdorf. Und als ich dort so eines Tages auf dem Flur stand, lief sie an mir vorbei. Sie, einige Klassen über mir, mit einem rückenfreien Top. An diesem Tag hat es mich erwischt. Ich war ihr damals sofort verfallen. Das erste Mädel, welches ich jemals toll fand, auch wenn ich nie ein Wort mit ihr gewechselt habe.

Bis vor 3 Tagen. Da geschah es auf eine sehr komische und zugleich irgendwie tragische Weise. Wir hatten verschiedene Veranstaltungen bei uns im Dorf und ich war natürlich ganz groß dabei. Und eines Abends wurde ich überrumpelt:

Ich stand ganz gemütlich in der Gegend rum, schlürfte Wodka-O und lauschte der Musik der Band. Alles wie immer also. Doch dann, plötzlich, tippte mir jemand auf die Schulter. Ich sah ihn an und erkannte ihn als den Mann einer Bekannten, der allerdings schon den “Ein-Bier-zuviel”-Blick drauf hatte. Kein Problem, ich hatte ja auch nicht meinen ersten Wodka-O in der Hand. Und er fing an zu reden.

“Wir kennen uns doch von da-und-da, oder?”

Irgendwo her wollte er mich genau kennen. Tat er aber nicht. Aber lustig wars trotzdem. Und dann kam er auf den Punkt, den er eigentlich ansprechen wollte, mal abgesehen vom Vorgeplänkel: “Achja, du kennst doch die kleine Schwester meiner Frau, oder? Die findet dich eigentlich recht toll. Lad sie doch mal auf nen Drink ein.”

Klar kannte ich die. Wie gesagt, damals in der Grundschule.

In dem Moment taucht seine Frau auf, nimmt mich zur Seite und meint “Hey, lass dich nicht vollquatschen, er ist betrunken.” – “Kein Problem, ich auch.”, antwortete ich wahrheitsgemäß. “Na dann ist ja gut. Und achja, das mit meiner kleinen Schwester stimmt. Lad sie mal ein, tanzt mal und so.” Das klang doch erstmal vielversprechend, warum eigentlich nicht. Die Chance sollte man(n) ja nutzen.

“Und achja, sie fliegt morgen für ein halbes Jahr nach Südafrika.”

Ich gehöre nun zur Elite

Filed under: Allgemein — Smikey @ 16:08

Heute habe ich es getan. Ich habe mein erstes Produkt von Apple bestellt.

Da mein Handyvertrag demnächst ausläuft, hat sich nämlich nun die Chance geboten, mir wieder ein neues Gerät zu besorgen. Und nen neuen Tarif. Mit viel Internet und so, damit ich euch noch viel mehr auf die Nerven gehen kann, als so schon.

Ich dachte auch kurz über ein Android-Phone nach, aber als ich gesehen habe, dass die nicht wesentlich billiger sind als das 16GB-iPhone war der Entschluss klar. Ich muss endlich so ein Ding haben.

Die, die mich kennen, wissen, dass ich das iPhone am Anfang ziemlich doof fand, weil es so gut wie nix konnte und auch so noch nicht so schnieke war. Mittlerweile hat sich das aber gewandelt und ich denke, dass ich das jetzt auch benutzen kann, so wie ich das will.

Ich weiß auch noch ganz genau, wie ich auf dem ersten Bloggertreffen in Karlsruhe komisch angeschaut wurde, als ich mein Handy aus der Tasche holte. Im Gegensatz zu ALLEN anderen war ich der einzige ohne dieses Apfeldings.

Das ändert sich nun. Ich gehöre jetzt zur Elite.

Ich werde bloggen, ich werde fotografieren und ich werde twittern. Also, sobald es da ist. :)

Achja. Dies ist der 200. Eintrag auf dem Blog. Ich freu mich irgendwie. Und in einer Woche gibts ja auch den 5. Blogsday zu feiern. Ich muss mir da noch was für euch ausdenken. 5 Jahre ist nämlich ne ziemlich lange Zeit.

Weil Matze es kann…

Filed under: Erlebtes,Gedankenwelt,Musikalisches — Smikey @ 21:04

Letzten Donnerstag war es so weit. Nach 3 Jahren konnte ich endlich mal wieder Senore Matze Rossi live hören. Eines meiner großen Vorbilder, einer der besten und tollsten Menschen der Welt.

Uni-K.U.M. Erfurt. Ich bin mit einer Freundin angereist und wir betreten als erste Menschen den Laden. Komische Sache. Matze ist mit Band auf der Bühne und soundcheckt noch rum. Ich freu mich jetzt schon wie Bolle. Ausgestattet mit Bier warten wir auf weitere Gäste und den Beginn. Eine Stunde später haben sich zwar nur ca 20 Menschen eingefunden, aber Matze beginnt. Wie in guten alten Zeiten mit Gitarre und Mundharmonika. Er ist gesundheitlich angeschlagen, lässt sich aber nichts anmerken. Ich bin schon nach den ersten Liedern absolut begeistert. Lieder, die mich schon durch manche Nacht begleitet haben und regelmäßig auf meinen Mixtapes auftauchen. Toll. Irgendwann steigt die Band mit ein und es wird rockiger. Und immernoch grandios. Der Bassist ist ruhig und fühlt den Beat, der Gitarrist hat ein wenig getrunken und den Schlagzeuger sieht man fast garnicht. Aber Matze nimmt man alles ab. Alles was er sagt, alles was er singt. Sogar, dass sein Kumpel im Drogenrausch einen Wanddurchbruch zu den Nachbarn gemacht hat. Ob es wahr ist, weiß keiner. Aber wären gute Geschichten schlechter, nur weil sie nicht wahr sind? Ich glaube es nicht.

Auch wenn mir die Stücke der neuen EP nur zum Teil zusagen, bin ich absolut begeistert. Und die Menschen um mich herum auch. Jeder wippt langsam vor sich hin, keine enthusiastischen Schreie oder nackte Brüste. Alle in sich gekehrt und der Musik zugewandt. Toll. Musik zum Nachdenken. Musik zum Fühlen.

Ich mag es. Und ich werde wiederkommen.

The same procedure as every year.

Filed under: Allgemein — Smikey @ 15:10

Und wir haben es wiedereinmal geschafft. Wieder ein Jahr rumbekommen ohne größeren Blödsinn anzustellen. Wir haben keine verheirateten Frauen geschwängert, keine umgebracht, grundsätzlich erstmal überhaupt keinen geschwängert und so. Wir waren brav. Also mit wir meine ich mich. Ich war unfassbar brav. So wie jedes Jahr eben.

Aber ich habe viel erlebt. Ich war im Februar auf einem ganz grandiosen Bloggertreffen in einer mexikanischen Kaschemme in Karlsruhe. Das war grandios. Tolle Menschen. Das haben wir im November natürlich gleich nochmal wiederholt. Leider mit weniger Menschen, aber mit genausoviel Spaß. Tolltolltoll.

Und was ich wieder für Menschen kennengelernt habe. Ihr könnt euch das alles garnicht vorstellen. Tolle Menschen. Menschen, die man vom ersten Augenblick an mag. Ein Mädel ganz besonders. Aber das wisst ihr ja sowieso. Ich will da garnicht mehr dazu sagen. Wir haben beide ziemlich einen an der Marmel, das reicht. Nuja.

Ich halte mich heute mal kurz, weil ich ganz einfach bessere Dinge zu tun habe, als Silvester am Computer zu verbringen. Bier und Böller rufen. Wobei. Brüste statt Böller. Und so. Ihr wisst schon.

Leute, was ich eigentlich sagen will: Rutscht gut rein, lasst das mit den Vorsätzen einfach mal sein, ihr werdet nur enttäuscht. Ich habe mir wie immer das gleiche vorgenommen. Mehr Trinken, mehr Feiern und mehr Blödsinn machen. In dem Sinne. Bis morgen. Im Jahr 2011.

Offener Brief an die E.ON Thüringer Energie

Filed under: Allgemeines,Aus eigener Feder — Smikey @ 16:24

Diese E-Mail ging soeben raus:

Liebes E.ON-Team,

ich schreibe aus dem verschneiten und stromlosen Frauenwald im Thüringer Wald. In den letzten Tagen und Wochen fiel bei uns im Dorf der Strom mit einer Regelmäßigkeit aus, die mir unbegreiflich ist.

Die Heizung funktioniert nicht, das Licht auch nicht und ein warmer Tee oder Glühwein rückt in unerreichbare Ferne. Die, die nicht den ganzen Tag im kalten Haus sitzen, sondern ihrer täglichen Arbeit nachgehen wollen, kommen nicht aus der Garage, da der elektrische Toröffner nicht funktioniert. Die Hotelgäste, die sich an der wundervollen weißbestäubten Landschaft erfreuen, bekommen keine warme Mahlzeit, da auch in den Hotels der Herd mal wieder einmal kalt bleibt. Auch bei einigen produzierenden Betrieben im Ort dreht sich in dieser Zeit kein Rad.

Deutschland ist mittlerweile kein Wintermärchen mehr sondern eher ein Wintermädchen. Chaos wohin man blickt. Und die Gesellschaft droht unter dem Schnee und Eis begraben zu werden. Früher hieß das alles noch “Winter” und nicht “Chaos und Verderben”.

Ich sehe ein, dass die Bäume den Schneemassen nur eine bestimmte Zeit trotzdend gegenüberstehen können, bevor sie endgültig resignieren und zusammenbrechen. Dabei fallen sie nicht nur auf Straßen und Autos, sondern im Normallfall auch mal auf Stromleitungen. Alles das ist nachvollziehbar. Es ist auch verständlich, dass eine Reperatur dieser Leitungen Zeit und Personal in Anspruch nimmt und der Strom durchaus auch mal eine Stunde nicht bis zu unserem Dorf vordringen kann. Mein größter Respekt gilt den tapferen Arbeitern, die, ausgerüstet mit einer ganzen Armada an technischen Hilfsmitteln zur Leitungsinstandsetzung, mit Ski zu den Stellen fahren, die mit Fahrzeugen nicht mehr erreichbar sind.
Aber wäre es nicht viel besser, wenn diese fleißigen Helferlein noch viel mehr Helferlein um sich scharen könnten?
Vielleicht, um solchen Schneebrüchen vorzubeugen, indem die Trassen freigehalten werden.
Vielleicht, um die Ursache nicht erst nach 6 langen Stunden finden und nach 12 Stunden beheben zu können.

Kostet ja alles Geld, werden Sie sagen. Kostet es, keine Frage.
Die Lobbyarbeit für die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke kostet auch Geld.
Da muss man dann schon einmal Prioritäten setzen.

Ich kann das alles verstehen. Man muss dann schon einmal Geld einsparen.
Auf Kosten der Kunden. Auch wenn es nur die sind, die in einem kleinen Bergdorf vor sich hin frieren. Immerhin ist die Pflege der Stromtrassen und somit die Aufrechterhaltung der Stromversorgung in den immer weiter steigenden Strompreisen enthalten.

Es hat durchaus seine familienzusammenführenden Vorzüge, mit allen Verwandten um ein Teelicht zu kauern, weil die Heizung nicht mehr funktioniert. Das ist doch das, was man sich unter Weihnachten vorstellt. Mit der Familie zusammen zu sein, wenn eine einzige Kerze den Raum erhellt, da das Licht wieder einmal nicht funktioniert.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein gesegnetes Weihnachtsfest, in denen Sie warmen Glühwein trinkend vor dem Fernseher sitzen können und hoffen, dass die Leute ohne Strom nicht so laut bibbern. Könnte ja die Stimmung zerstören.

Mit stromlosen Grüßen

Eric Kehler

Anmerkung: Diese E-Mail wird zeitgleich mit dem Versand an Sie auf meiner privaten Internetseite http://www.smikey.de veröffentlicht und an die beiden Lokalzeitungen “Thüringer Allgemeine” und “Freies Wort” weitergeleitet.

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