Like Eating Glass
War wieder ein grandioses Wochenende. Nun ist es vorbei und ich bin wieder in Eisenach.
BA geht wieder los…
Aber von vorne:
Freitag. Letzter Arbeitstag gut rumgekriegt und ab nach Hause. Wie es der Zufall so will, erfahre ich, dass Diffused wieder in der Jungfer in Arnstadt spielt. Weiterhin treffe ich die Entscheidung, am Samstag 2 Auftritte zu spielen. Erfurt und Großenlupnitz. 18.30 der erste, 22.00 der zweite. Wird der pure Stress, aber für den Spass und diesen inneren Anflug von Professionalität mach ichs trotzdem.
Aber ruhig mit den jungen Pferden, denn erstmal steh der Freitag Abend an. Ich schwinng mich ins Psychobillymobil und kurve nach Arnstadt, treffe mich mit Marco und wir schniggen in die Jungfer… Alles in allem wars ne große Probe. Die Musik war wie immer klasse, aber leider waren 0, in Worten KEINE Zuschauer ausser uns da. Schade eigentlich, aber nicht zu ändern.
Eine andere Sache, die ich an diesem Abend gemerkt habe ist, dass meine Stimme Probleme macht. Die ganze Woche schon hatte ich leichte Probleme durch zuviel Singen und zu wenig Erfahrung damit. Aber am Freitag Abend wurde es dann extrem. Irgendwann war die Stimme einfach weg. Naja, das Leben ist nunmal kein Honigtopf und so hab ich die Nacht zum Samstag mit Schal verbracht.
Hab geschwitzt wie ein schwuler Aasgeier, aber geholfen hats nicht.
Egal, es ist Samstag Morgen und die TorTOUR geht los. Den restlichen Kram zusammengepackt und das Auto vollgestopft, als ob es kein Morgen gäbe. Und auf nach Eisenach. Einkaufen, Auspacken, Essen, Regal aufbauen, zwar nicht schön, aber von mir und schon muss ich wieder los. Nach Großendingsbumsdorf, aufbauen und nochmal kurz proben. Bin ja nur für 2 Lieder engagiert, als ehemaliger Bassist is das ne tolle Sache.
Also hin und aufgebaut und geprobt, wie besprochen. Technische Probleme gab es noch lange, aber ich hatte keine Zeit, der zweite Auftrittsort ruft. Also meinen Bruder, dem Musik auch Spaß zu machen scheint, so wie er auf den Drums rumgeklopft hat, fix in Gotha abgegeben und ab zu Lulu.
Dort auf Joh gewartet, der halb tot vom Downhill kam. Und nun gehts los. Ab nach Erfurt. An dem evangelischen Gymnasium angekommen erwartet uns eine Anlage, mit der ich auch mein Zimmer beschallen könnte, aber keine Bühne. Sei sonst anders, ok, man nimmt was man kriegt.
Also wieder aufgebaut und ne Stunde abgerockt, den Leuten hats auch mehr oder weniger gefallen. Jack Johnson und Johnny Cash kommt meistens an. Der Bass war zu leise, aber dann hat man wenigstens die Verspieler nicht gehört. Vielleicht sollten wir doch mal proben. Naja, eigentlich nicht. Läuft auch so.
Es ist viertel neun und ich soll eigentlich schon um neun wieder in Großenhastenichgesehn stehn. Naja. Wird wohl ein wenig eng. Aber in der Schule wars so lustig, dass man durchaus noch eine Runde dableiben konnte. Der Direx, ich nehme an dass er es wahr, war gut drauf und ihm hats gefallen und hat uns gleich wieder für das nächste Jahr eingeladen. Nen Fuffi gabs auch für Sprit und den Gig.
Nicht zu vergessen ist, wen wir dort an der Schule getroffen haben. Ich erinnere mich an den letzten Gig in Erfurt-City und an ein ganz besonderes Mädel. Jap. Die Laura, unser Schlafplatz von damals, war auch da. Hat uns erst nicht wirklich erkannt und schien dann leicht peinlich berührt gewesen zu sein. Warum wohl. Ich weiss es nicht.
Halb Neun. Ich sollte los, also zusammengepackt und ab ins HorrorpunkMobil und ab auf die Piste. Kurz nach neun steh ich doch wieder in Großenglaubstenicht. Noch nicht viel los, kommt aber langsam in die Gänge. Die Mädels reisen langsam auch an, während ich mich über Verschwörungstheorien, Sekten und andere Blaubeer-Erdbeer-KEKS-Gruppen unterhalte. Es gibt schon ganz schön komische Menschen, aber diese sind ja nicht zwingen unintelligent oder sogar unsüß. Im Gegenteil. Und nein, ich meine nicht den Kerl.
Meine Stimme ist zu dem Zeitpunkt nicht mehr existent. Also garnicht. Naja. Muss ja nicht singen, was ein Glück. Für mich und den Rest der Menschheit.
Dreiviertel Elf gehts dann endlich los. Mir fällt der Name grade nicht ein, den sich meine alte Band da gegeben hat. Ist auch unwichtig. Wichtig ist, dass sie rocken. Soviel Lampenfieber muss man(n) rausbrüllen. Und das tun sie. Im ersten Lied schon. Ich bin begeistert und kann nicht fassen, was aus der Musik geworden ist, die ohne Mikros und teilweise mit Geklopfe auf Pizzakartons entstanden ist. Große Klasse.
Mit lustigen Einlagen (der Song aus König der Löwen), expliziten Musikwünschen (Barbie Girl) und Stimmungsmachern (Krawall und Remmidemmi) lief der Auftritt super. Auch ich durfte meine zwei Lieblingssongs mitspielen. Hat Spaß gemacht, auch wenn meine Pfoten schon vom anderen Gig geschmerzt haben. Was solls, da muss man durch als Lurch.
Also als Fazit von dem Auftritt kann ich nur sagen: Für den ersten Auftritt der Band war es ganz große Klasse, hätte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet. Wirklich super. Ein Lob vorallem an Hans, der die nicht gerade einfachen Bassläufe nach einem Jahr super drauf hat, obwohl der sonst nie Bass gespielt hat. Dickes Ding. Wurst war wie immer THE MACHINE! und Yoshi und Maddin haben Stimmung gemacht, so dass man teilweise nicht glauben konnte, dass sie das so zum ersten Mal machen. Super.
Nun sitz ich wieder in meinem Zimmer in Eisenach und habe noch nicht versucht zu sprechen, weil ich nicht hören möchte wie es klingt. Großartiges Wochenende und ich freue mich auf die nächsten Auftritte. Auf meine und auf die von denen, die mir so wichtig sind.
Danke
