oder Wie man versucht, längere Zeit Schlafentzug durch Bier zu kompensieren
Es ist Donnerstag. Und warum ist Donnerstag? Weil gestern Mittwoch war. Naturgesetz. Ich mag Naturgesetzte. Besonders die, die aussagen, dass es was zu feiern gibt,
Kirmes zum Beispiel.
Die war nämlich vergangenes Wochenende. Wie jedes Jahr am ersten Augustwochenende. Und ich war dabei. Wie jedes Jahr am ersten Augustwochenende. Das ist auch der Grund, warum ich erst seit gestern wieder im Büro sitze. Ohne Urlaub ist die Kirmes schwer durchzuhalten. Besonders wenn man auch Montags noch fit und feierbereit sein will, ohne sich Gedanken um den Dienstag zu machen.
Aber begonnen hat wiedermal alles am Freitag Abend. 19Uhr Einlass, 20Uhr Beginn und gegen 22Uhr bin ich da. Ich dachte im Festzelt sei schon die Hölle Los. Falsch gedacht. Denn es ist Freitag und die meisten Menschen sitzen irgendwo aber sicher noch nicht im Festzelt. Ist schon immer so. Naturgesetz.
Aber was solls. Die Kirmesgesellschaft ist schon einmarschiert und macht kräftig Stimmung, bzw versucht es in dem nicht einmal zur Hälfte gefüllten Zelt.
Mein erster Blick gilt der Theke, nachdem ich den Obulus für die Zeltbenutzung am Eingang abgegeben habe.
Viele bekannte Menschen hier. Tolle Sache, auch wenn sich viele Dinge verändert haben, nachdem ich 6 Jahre im exil war. Und nicht alles zum Positiven, aber das ist eine andere Geschichte. Allerdings denke ich langsam. dass ich ein ganzes Buch mit “anderen Geschichten” füllen könnte.
Egal. Zurück zum Thema. Kirmes.
Der Freitag Abend ansich ist also relativ ruhig. Hab mich aber sehr gut unterhalten. Über Musik. Musiker und MöchtegernMusiker reden immer über Musik. Mit Recht.
Gegen 2 bin ich aber doch heim. Oder halb 3. Sicher bin ich mir nicht.
Es ist schwer, das genau rauszufinden, da in der Kirmeszeit die Straßenlaternen nicht wie sonst zwischen Eins und Vier abgeschaltet werden. Kommt man im Hellen heim, ist es also entweder vor Eins oder nach Vier. Kommt man im Dunkeln an, ist es irgendwann dazwischen. Grobe Zeitabgabe, aber es reicht.
Als ich am Samstag so gegen kurz vor dem Mittag aufgewacht bin, war der Rest der Familie schon fast in Österreich. 2 Wochen Urlaub bedeuten für mich also 2 Wochen sturmfrei, allerdings mit Arbeitsunterbrechungen.
Den Samstag habe ich also zum wachwerden genutzt, bis am Abend die Bude wieder voll wurde. Wieder mit Familie. Cousins, Cousine und Extras. Zwecks Unterbringung für die folgende Nacht mit vorherigem Kirmesbesuch. So soll es sein. Übernachtung mit Abendprogramm und Frühstück.
Der Samstag Abend konnte somit nur ein grandioser Erfolg werden. Die relativ gute Musik hörte nach vielen Pausen zwar schon gegen 2Uhr auf, aber zum Gehen verleitete uns das noch lange nicht. Wir hielten es noch bis halb Vier aus und traten dann erst den Heimweg an.
Nun ist es natürlich nicht so, dass wir uns gleich zum MatrazenHorchen entschieden hätten, aber auch dieser Teil gehört in den “andere Geschichten”-Roman.
Allerdings gehört zu dieser Geschichte, dass die Nacht insgesamt relativ kurz war. Und der Sonntag ungemütlich. Nichts, nicht einmal das Frühschoppen, der Festumzug oder der Mit-Ohne-Eintritt-Festzelt-Abend konnten mich aus meinem Bett entreissen. Und so wurde es Montag.
Termin beim Optiker. KontaktLinsenProbetragen.
Kein Ding, ausser dass mir die etwas andere Sehstärke und das immernoch mulmige Gefühl im Magen aufgrund zu wenig fester und zuviel flüssiger Nahrung ein wenig zu schaffen machten.
Aber KontaktLinsen rocken. Ungemein.
Für Auftritte, Parties und Kontzerte einfach grandios.
Ausserdem verdecken sie mein exzellentes Äußeres nicht. Punkt.
Also hiess es an diesem Abend mal ohne Brille weggehen und gut aussehen noch besser aussehen als sonst. Von einem immens durchschlagenden Erflog kann ich zwar nicht berichten aber lustig war es trotzdem. Biba hat wie immer super gespielt, super Stimmung gemacht, ich hab mich gut unterhalten und war wieder gegen 3 (wer weiss es schon genau) im Bett.
Schluss mit Kirmes. Das wars wieder für ein Jahr und es war wie immer ganz großes Tennis…
Fakten:
- So ein Wochenende ist auch anstrengend, wenn man die Kirmes nicht selbst mitmacht -> “andere Geschichten” Teil XIV
- Nur weil dir ein Mädel Kippen anbietet, dich um Feuer bittet, dich ununterbrochen anlächelt, die zu folgen scheint und neben dir sitzt, heisst das nicht, dass sie an die interessiert ist, denn ihr Freund steht an der Theke
- Ich bin mit und ohne Alkohol schüchtern wie ein Toastbrot vorm offenen Nutellaglas
- Es gibt überall dumme Menschen, sehr dumme Menschen, aber auch unglaublich tolle, liebe, nette und extrem gutaussehende Menschen
Aus und vorbei. Bis später…
September 11th, 2008 at 07:52
Also mein Toastbrot ist vorm Nutella-Glas niemals nicht schüchtern
Ich erlaube mir mal die Aussage, dass du beim Schreiben gar nicht schüchtern rüberkommst! Hey, und flirten tun wir Mädels nun mal gerne, spielen auch
September 11th, 2008 at 10:56
Das dachte ich mir… Schön, dass du dich auch mal hierher verirrt hast
und danke für das Kompliment, und wie Recht du doch hast mit dir und deinen Komplizinnen