Dying from Excitement? Anyone?

Filed under: Allgemein — Smikey @ 21:02

Gestern habe ich mehrmals darüber nachgedacht ob schon einmal jemand vor Aufregung gestorben ist. Und ich habe festgestellt, dass man(n?) durchaus vor Angst sterben kann, aber nicht unbedingt vor Aufregung. Und das auch nur dann, wenn man sowieso schon kurz vorm Abnippeln steht. Da ich meiner Meinung nach soweit informiert bin, dass dieses Ereignis in nächster Zeit bei mir selbst noch nicht eintritt, war ich erst einmal beruhigt.

Weiterhin habe ich festgestellt, dass alkoholische Getränke zwar das Empfinden der Nervosität leicht blockieren, aber das kleine Männchen mit dem Hammer auch zuschlägt, wenn es gerade nicht so passend ist. Zum Beispiel wenn man unter der Dusche steht und versucht das Zittern am ganzen Körper abzuwaschen. Heißer Dampf und Alkohol vertragen sich also nicht besonders gut. Oder sie vertragen sich bestens, je nachdem wie man die ganze Sache sieht. Ist also ungefähr so, als würde man in der Sauna anfangen Wodka zu trinken. Tut gut, ist aber nicht unbedingt der Situation förderlich.

Tagelang sitzt man da und überlegt, wie man die Zeit bis zu dem Moment überbrückt, bis sie an der Tür klingelt, ohne von einem Herz-Kreislauf-Kollaps übermannt zu werden. Und dann klingelt es und sie ist da. HolladieWaldfee, sieht die heute wieder schnieke aus. Und ich auch. Natürlich. Hab ja halb betrunken unter der Dusche gestanden.

Und wenn man dann noch feststellt, dass die ganze Nervosität zwar nicht umsonst, aber doch unangebracht war, weil es eigentlich keinen Grund gab, den Löffel schon vorzeitig abzugeben, dann ist dass ein ziemlich komisches Gefühl.

Nimm mein Mixtape, Babe

Filed under: Allgemein — Smikey @ 19:01

Aber tut das auch noch jemand? Ich meine, gibt es wirklich noch Menschen die Mixtapes verschenken? Nicht einfach als Geburtstagsgeschenk, weil einem nichts anderes einfällt, sondern als ein Wink mit dem ganzen Zaun, um jemandem zu zeigen, dass man ihn wirklich mag. Gibt es das noch?

Ich hoffe es. Auch wenn die Technik das ganze einfacher und somit leider auch sinnloser gemacht hat, ist es immernoch ein Zeichen, dass man für eine bestimmte Person eine ganze Menge mehr tun würde als ein Paar schnöde PopSongs hintereinander zu reihen. Damals, als man noch mit 2 Kassettendecks arbeiten, die Kassette zum richtigen Zeit stoppen und genau planen musste, welcher Song wohin passt, egal ob thematisch oder zeitlich. Das ganze war wesentlich schwieriger aber zugleich auch würdigenswerter, muss ich sagen.

In Zeiten von mp3 und CDs hat das ganze viel Reiz verloren. Titel kriegt man aus dem Internet, den Rohling für 10ct um die Ecke. Das ganze zusammen zu klicken stellt keine Herausforderung mehr dar. Gleichzeitig hat man solch eine Fülle von Musik, die man auf diese Scheibe packen kann weil sie in irgendeinerweise schmusig klingt, dass die Mixtapes (darf man die überhaupt noch Tapes nennen?) weiter an ideeller Qualität verlieren.

Zeiten, in denen man Platten, Kassetten und CDs nur wegen ein Paar Liedern gekauft hat, die man für das Mixtape der Angebeteten brauchte, sind vorbei. Leider.

Also zur Grundfrage zurück. Gibt es noch Menschen, die sich wirklich Mühe geben beim Zusammenstellen und gibt es Menschen, die das auch zu würdigen wissen?

Kommt sowas noch an?

Meiner Meinung nach, würde eine Frau ganz klar auf die Liste der potentiellen Traumfrauen rutschen, wenn sie mit einem selbst zusammengestellten MixTAPE vor meiner Tür steht. Der Rekorder steht bereit.

Hallenspiel (Der Tragödie erster Teil)

Filed under: Aus eigener Feder,Gedankenwelt — Smikey @ 10:10

Eine leise Melodie durchbricht die Stille der Nacht. Er steht am Fenster im 6. Stock des Hauses und schaut auf die Lichter der Stadt. Durch den Regen. Er denkt nach. Über die Vergangenheit und wie er hier gelandet ist. In der Stadt ohne Gesicht und ohne den Hauch von dem Gefühl, das er einmal hatte, als er noch nicht so viel gedacht hat. I’ve seen this happen in other people’s lives and now it’s happening in mine. The Smiths, eine seiner Lieblingsbands. Auch das hat sich geändert in der letzten Zeit. Die unbeschwerte Musik seiner Jugend gibt es nicht mehr oder er hatte sie verloren. Verstaut in einer großen Kiste ganz weit hinten in seiner Erinnerung. Nur einmal wieder, so wie früher, um die Häuser ziehen und mein Leben spüren. Er erinnert sich gern daran, wie sie früher einfach nur dort saßen. Früher, so ein großes Wort, vielleicht zu groß um eine Zeit zu beschreiben, die erst 3 Jahre zurück liegt. Dort wo sie saßen, an der Turnhalle der Schule. Und redeten. Und Bier tranken. Viel Bier. Nächtelang. Sie redeten über Gott und die Welt, Beziehungen und den Sinn des Lebens. Und das ganze jedes Wochenende. Für die Außenwelt ziemlich unspektakulär, aber für sie eine Erfüllung. Zusammen sein, unter sich, nichts anderes wollten sie. Und wenn die Nacht den Tag besiegt hatte und die Matratze nach ihren Köpfen rief, hatte niemand jemals das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil. Und die Zeit sollte nie eine Rolle spielen und doch sitzt sie uns im Nacken.

Fortsetzung folgt…

Sonne im Kopf

Filed under: Alltag,Gedankenwelt — Smikey @ 10:21

Da spaziert man seine tägliche Runde um den Blog und BAM! findet man genau den Text, der das eigene derzeitige Gefühl beschreibt. Diesmal war es MC Winkel, dessen Blog ich fast täglich besuche (Kommentare über Schleimerei und Schleichwerbung bitte JETZT).

Es geht um das natürliche Hochgefühl, welches man bekommt, wenn gerade mal wieder alles funktioniert oder man die schlechten Dinge des Lebens in einem Wahn von Naivität einfach ausblendet. Auch das macht sich ab und an ganz gut.

Das Gedankengedöhns im Kopf lichtet sich nicht, aber manchmal ist es einfach schön, nicht zu wissen, wo einem gerade der Kopf steht. Und das nicht weil ich mir über die Finanzen der Welt, den designierten US-Präsidenten oder die allgemeine soziale Ungerechtigkeit Sorgen mache, sondern weil ein kleiner Gedanke in meinem Kopf herumspringt. Mit einem Pogostick. Immer wieder. Und immer wenn er in die Höhe hüpft, sprudeln die Endorphine in den ganzen Körper. Toll ist das.

Das ganze geschieht gewöhnlich nach einem unheimlich tiefen Absturz in die düsteren Abgründe der Melancholie. Wenn man an einem Abend von qualitativ guter Musik langsam über die mittelprächtige Musik zum alten qualitativ schlechten aber trotzdem interessanten Deutschpunk gewandert ist, weiss ich, dass die Melancholie mich voll im Griff hat.

Aber wenn der lustige Gedanke mit dem Pogostick aufwacht und meinen Kopf mal wieder richtig durcheinander gebracht hat, weiss ich, dass der Tag ein guter wird.