Eine leise Melodie durchbricht die Stille der Nacht. Er steht am Fenster im 6. Stock des Hauses und schaut auf die Lichter der Stadt. Durch den Regen. Er denkt nach. Über die Vergangenheit und wie er hier gelandet ist. In der Stadt ohne Gesicht und ohne den Hauch von dem Gefühl, das er einmal hatte, als er noch nicht so viel gedacht hat. I’ve seen this happen in other people’s lives and now it’s happening in mine. The Smiths, eine seiner Lieblingsbands. Auch das hat sich geändert in der letzten Zeit. Die unbeschwerte Musik seiner Jugend gibt es nicht mehr oder er hatte sie verloren. Verstaut in einer großen Kiste ganz weit hinten in seiner Erinnerung. Nur einmal wieder, so wie früher, um die Häuser ziehen und mein Leben spüren. Er erinnert sich gern daran, wie sie früher einfach nur dort saßen. Früher, so ein großes Wort, vielleicht zu groß um eine Zeit zu beschreiben, die erst 3 Jahre zurück liegt. Dort wo sie saßen, an der Turnhalle der Schule. Und redeten. Und Bier tranken. Viel Bier. Nächtelang. Sie redeten über Gott und die Welt, Beziehungen und den Sinn des Lebens. Und das ganze jedes Wochenende. Für die Außenwelt ziemlich unspektakulär, aber für sie eine Erfüllung. Zusammen sein, unter sich, nichts anderes wollten sie. Und wenn die Nacht den Tag besiegt hatte und die Matratze nach ihren Köpfen rief, hatte niemand jemals das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil. Und die Zeit sollte nie eine Rolle spielen und doch sitzt sie uns im Nacken.
Fortsetzung folgt…
November 13th, 2008 at 18:41
Schön geschrieben und ich versteh dich, die Zeit und die Vergangenheit…
Wann kommt der nächste Teil
November 14th, 2008 at 11:24
Hallo Eric, sehr schön geschrieben und sehr bewegend. Bin auf den zweiten Teil gespannt.
LG René
November 27th, 2008 at 02:35
du sprichst weise worte. ich neige meinen kopf…