2:1

Filed under: Allgemein — Smikey @ 22:41

Happy End. Der Film ist zu Ende und man sollte sich mit den fiktiven Menschen freuen, wenn sie sich am Ende leidenschaftlich küssen. Und dann sollte man sich mit einem inneren Glücksgefühl  zu seinem persönlichen Happy End rumdrehen und den einzig richtigen Schritt tun.
Und warum tut man das nicht? Weil eben dieses Happy End nicht da ist. Man sitzt allein auf der Couch und versinkt in Melancholie und Selbstmitleid, weil sich wieder zwei gefunden haben. Im Film, klar, aber gefunden ist nunmal gefunden.

Kein Glücksgefühl, denn das einzige was mit einem auf dem Sofa sitzt ist der eigene Schatten, der einen bedrohlich verfolgt und wie ein Damokles-Schwert über einem hängt und immer zu fallen droht, wenn man es am wenigsten braucht.
Einsamkeit. Ich möchte es eigentlich nicht so nennen aber ich denke es ist genau das, was ich meine.

Einsamkeit allein ist Einsamkeit. Einsamkeit unter Menschen ist Tristess.

Und genau das sind diese Momente, vor denen ich mich immer fürchte, sie aber trotzdem immer wieder erlebe. Und irgendwie geniesse ich sie auch ein wenig. Das ganze auf und ab. Der Kampf und die Niederlage.

Doch gibt es hier einen, der kannte das auch und wünscht Glück.

Der Sturz in die Tiefen der Melancholie ist einer der Momente, die mich merken lassen, dass ich noch lebe.
Und ich kämpfe wieder. Und ich werde besser. Mal um Mal.

Und was man verdient, ist nicht was man bekommt. Willkommen an der Front.

Vielleicht ist es schon dieses Mal soweit, dass ich an der Reihe bin.

Für mein persönliches Happy End.

Dann heißt es 2:1 für mich. Gewonnen.

Ironic

Filed under: Erlebtes — Smikey @ 14:56

Als ich vorgestern mit meinem ReggaeMobil durch die Thüringer Landschaft gesaust bin, gabs leider relativ wenig Reggae auf die Ohren. Meine Lieblings-CD wollte das Radio einfach nicht erkennen und der USB-Stick mit der Notfall-Mucke lag auch daheim. Also hab Radio hören müssen. So richtig mainstreamig und so.

Nach kurzer Sendersuche, auf denen eh überall der gleiche Müll läuft, bin ich irgendwo gelandet. Und wer schreit mir aus den Lautsprechern entgegen? Genau!

Die Alanis Morissette. Mit Ironic.

Tolles Lied hab ich gedacht und mich zurück erinnert. Ich verbinde ja mit vielen Liedern ein ganz bestimmtes Ereignis oder einen Ort. Ich denke das geht vielen so.

Mit diesem Lied verbinde ich einen Abend vor vielen Jahren. Ein Abend in einer kleinen Schule in Südengland. Ich war mit meiner damaligen Freundin 2 Wochen dort unterwegs auf Sprachreise. Mit vielen sehr verschiedenen Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands. Und an diesem besagten Abend ergab es sich, dass eine kleine Karaoke-Party in eben dieser Schule veranstaltet wurde. Ich muss sagen: Ich hasse Karaoke. Viel zu viele Menschen die meinen, singen zu können und diesen Makel der Gesellschaft präsentieren zu müssen. Nunja. Ich hab mich gut rausgehalten auch wenns mich ab und an in den Fingern gejuckt hat.

Als wir da so saßen und sich die Menschen auf der kleinen “Bühne” zum Brot machten, achtete ich eher auf meine Begleitung und nicht auf die Musik.

Bis zu diesem Lied. Ein Mädel sucht sich “Ironic” von Alanis Morissette raus und geht auf die Bühne. Na holladiewaldfee, die hat sich aber was vorgenommen, denk ich mir, weil das Lied keins von denen ist, welche man noch bei 3,5 Promille perfektiös durchs Bierzelt gröhlen kann. Also wende ich meinen Blick gen Bühne und die Musik beginnt.

Nach den ersten paar Tönen und Worten wusste ich, warum sie sich dieses Lied herausgesucht hatte. Mir wär die Kinnlade bis auf den Parkettboden gefallen, wenn das nicht enorm scheisse ausgesehen hätte. Die Kleine hatte ne Stimme, für die manche Töten würden. Ich auch, wenn ich ein Mädel wäre. Bin ich aber nicht. Glück gehabt.

Der pure Wahnsinn. Ich glaube diese Gedanken hat man mir angesehen. Da vorne stand ein Mädel, dass durchaus in mein Beuteschema gepasst hat und dazu noch mit einer Monsterstimme und einer unheimlichen emotionalen Darbietung dieses eh schon grandiosen Liedes.

Meine Freundin fand das eher nicht so pralle. Also mich. Mit meinen Gedanken. Eifersucht machte sich breit. Ich solle doch sie nehmen, wenn sie so gut singen kann.

Hätte ich mal.

Na prima…

Filed under: Allgemeines — Smikey @ 10:28

Ich hab ihn verpasst. Ich hab ihn einfach verpasst. Ewig habe ich gedacht “Bald ist es soweit” und nun hab ich ihn verpasst.

Den 3. Geburtstag dieses wunschönen Fleckchens im großen bösen Internet.

Im letzten BlogJahr hat sich wiedereinmal viel getan. Ich habe angefangen richtig zu schreiben und nicht nur Sachen zu erzählen, die sowieso schon alle wissen. Ich habe eine Bloglesung besucht und hoffe, dass es bald die nächste geben wird. Denn es war gut und hat mich inspiriert. Ich bin mitsamt dem Blog weiter in die tiefe der Blogosphäre gerutscht und habe Leser gewonnen, die ich nicht mehr missen will.

Und bevor ihr anfangt, micht jetzt mit Glückwünschen zum 3. BlogsDay zu überhäufen, solltet ihr wissen, dass ich vorgestern das zweite Kapitel meiner ersten großen Geschichte begonnen habe. Es wird wohl eine Art RoadTrip durch die Welt der Liebe und der Musik werden. Aber mehr will ich noch nicht verraten. Nicht, weil ich Spannung aufbauen und euch zum Kauf dieses großartigen Werkes irgendwann in den nächsten Jahren animieren will. Also auch, aber eigentlich erzähle ich nichts darüber, weil ich alles selbst noch nicht so genau weiß.