Wisst Ihr, gestern Abend war es mal wieder soweit. Ich saß mal wieder in meiner Küche, naja, ich weiß, dass es eine Küche sein soll. Weil ich ziehe aus und das ist auch gut so…
Neuen Lebensabschnitt beginnen, würden jetzt sicher viele denken. Nee, isses nicht, ich weiß es besser, einfach nur ein weiteres Studium in einer sicher viel schöneren Stadt.
So saß ich also da, ne Tasse „gute Laune Tee“ in der Hand weil ich leicht gereizt war. Das hatte nämlich den Grund, dass genau die Kiste beim Zusammenpacken durchgebrochen ist, in der die ganzen Kleinteile lagen. Kennt man ja. Also dachte ich mir, trinkst du zum Abregen kein „gute Laune Bier“ sondern eben so einen ominösen Tee. Und das lag auch gar nicht da dran, dass kein Bier da war. Nein.
Erster Schluck (IIIIH, das Scheißzeug kannste ja vergessen), zweiter Schluck (nichts passiert), dritter Schluck (Verdammt, ich glaub ich muss aufs Klo). Nicht schön. Bin ja fast noch ein wenig mehr enttäuscht als von dem „heiße Liebe Tee“. Den hatte ich auch in der Hoffnung getrunken, eine oder mehrere Süßigkeiten in Person klingeln mit einem Kasten Bier bei mir an der Tür und sorgen für die allabendliche Unterhaltung. Naja, man sollte eben doch nicht alles glauben. Tee wird schließlich heißer gekocht, als er getrunken wird.
So saß ich nun da und habe angesichts der chaotischen Verhältnisse noch einmal die letzten drei Jahre Junggesellenstudium durch meinen Kopf gehen lassen. Bildlich im Schnelldurchgang, versteht sich. So dachte ich auch an das Studium und die großartigen Menschen wie Gott sie schuf und McDonalds sie formte.
Zusammengefasst: Eine sehr, sehr schöne und le(e|h)rreiche Zeit in der ich ganz viele liebe Menschen kennengelernt habe. Und das lag nicht nur an der grandiosen Zeit des Studiums, in dem ich lernte, Bier und Wein in Wasser zu verwandeln, in der Kurve auszukuppeln, Integration als eine höhere Kunst anzusehen und viele andere Dinge, bei denen es sich lohnen würde, ein Buch zu verfassen. Vielleicht werde ich das auch in meinem nächsten Lebensabschnitt, pardon, Zweitstudium, tun. Wenn ich Zeit habe.
Auf der anderen Seite war da noch die Firma, die mir geschlagene drei Jahre wirklich gut zur Seite stand um mir anschließend ein überproportional hohes Einstiegsgehalt bot, wenn ich mich dazu entschlossen hätte, weiter zu arbeiten. Den Namen kann ich leider hier nicht nennen, aufgrund der neuen Namenstechnischen Änderungen passt der nämlich kaum noch auf eine DIN A4 Seite. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Kollegen für die schöne Zeit während der Frühstückspause bedanken, falls sie zufällig auf der Suche nach einem hippen Mitzwanziger auf diesem Blog landen. Diesem danke ich übrigens auch, für die letzten Paar Jahre, hätte ich doch oft nichts mit der freien Zeit anzufangen gewusst (Nee, das is nen Witz, aber er freut sich sicher).
Zum Schluss noch zwei Sachen, die ich meinen ehemaligen Kollegen noch mitgeben möchte.
Zitat: „Wer über 30 Stunden in der Woche vor dem Computer sitzt, übt in den meisten Fällen auch Gewalt über sein Gerät aus“. Jeder sollte sich selber ein Bild machen, wie weit er selbst betroffen ist.
Zitat: „Um sich vom Computer provoziert zu fühlen, muss man das Gefühl haben, mit dem Gerät in echter Interaktion zu stehen“. Haben meine Kollegen also doch Glück. Ist überall Windows installiert.
Ich muss jetzt jedenfalls weiter packen. Für, naja, ich wisst schon was. Mal sehen, was die Zukunft für mich bringt (Nein, ich meine nicht Windows Updates).
Abwarten und Tee trinken. Oder doch besser Bier.
Dieser Text ist von nebenan. Vom Büro nebenan. Und er haut einfach ab. Einfach so. In eine neue Welt. Und ich wünsche ihm Glück und Spaß und Geld und Sex und Liebe und Bier und Wein und Spaß und Spannung und Spiel und natürlich Schokolade.
August 14th, 2009 at 22:18
hmm…wollte der andré uns net nochn bier ausgeben in gemütlicher chillerrunde????? mir war so als hätte er das mal im vollsuff auf einer baparty von sich geblubbelt =)