Das wirklich ALLERERSTE Mal Berlin

Filed under: Allgemein,Erlebtes — Smikey @ 09:04

Da der letzte Eintrag über meinen ersten Auftritt in Berlin handelte, ist mir doch glatt wieder eingefallen, dass da ja noch ein Berlin-Artikel im Schubfach liegt. Geschrieben habe ich ihn eigentlich für bastiHs Kurzschluss-Aktion, aber die gab es ja dann nicht mehr.Ich war nämlich schon vor meinem Auftritt in Berlin. Also alleine meine ich.

Berlin. Ja herrgottnochmal ist das schon wieder lange her. Fünf oder sechs Jahre ist es her, als ich mit 2 Kumpanen in der Hauptstadt war. Kurz nach Weihnachten zum alljährlichen Kongress des CCC.

Der spannendste Teil der Reise war aber auf jeden Fall unser erster Clubbesuch in Berlin und unserem Leben. Nicht weit von unserer kleinen Pension, in die wir uns eingemietet hatten, war der Magnet-Club. Mitten in Friedrichshain.
Als es daran ging, den Abend zu gestalten, war dieser Club ganz oben auf der Liste der Wünsche. Nicht weit weg und kein Eintritt mitten in der Woche. Einziges Problem: Wir waren jung. Und mit jung meine ich jung. Wir waren gerade so in dem Alter, in dem man offiziell Bier mal kosten aber Obstler nichtmal angucken darf.

Also standen wir davor wie ein Kind vorm Schokoladenregal, wenn es erst Mami fragen muss. Und wir fragten, besser gesagt mein Kumpel fragte, nachdem wir den mit dem meisten Mut ausgeknobelt hatten. Ob wir da denn auch mal rein dürften. „Ausnahmsweise, aber bis Mitternacht seid ihr wieder draußen!“, höre ich den Türsteher sagen und verschwinde im schimmernden Rot des Magnets.

OK, wir werden komisch angeschaut, aber mit dem Selbstbewusstsein des hässlichen Ent-leins war uns das egal. Also Bier holen und ab auf einer der vielen Sofen, Couches und anderen Sitzmöbel rund um die eher kleine Tanzfläche. Gemütlich war es und man fühlte sich fast schon so, wie man sich jetzt fühlt, wenn man in einem kleinen rauchigen Club ein Bier trinkt und in Gedanken zu versinken droht: Man(n) fühlt sich wohl.

Wohl gefühlt haben sich anscheinend auch die 2 Mädels auf der Couch vor uns, die sich mit zunehmender Regelmäßigkeit zu uns umdrehten um einen Blick auf die 3 Kerle zu erhaschen, die hier nicht so richtig reinpassten, sich aber trotzdem wie daheim fühlten.

Die Mädels waren wenn überhaupt nur unwesentlich älter als wir und nicht gerade unser Beuteschema. Hey, außerdem waren wir jung und hatten in Clubs noch nie Mädels angesprochen, weil wir ja noch nie in Clubs waren.
Die Begebenheit, dass sie sich konsequent zu uns umdrehten, aber anscheinen auch nicht den Mut hatten, uns anzusprechen, verwirrte uns allerdings. Wir machten uns schon Sorgen, dass sie am nächsten Morgen eventuell von immensen Nackenschmerzen geplagt sein könnten und schmiedeten einen Plan. Und mein Kumpel führte ihn aus.
Er stand auf, ging schnurstracks auf die Couch und den beiden zu.

„Hey ihr beiden, wenn ihr euch da rüber setzt, braucht ihr euch nicht die ganze Zeit rumzudrehen…“

Großartige Aktion in dem Moment, heute wirkt sie allerdings manchmal ein wenig arm. Aber nicht minder gut.
Die beiden waren auf jeden Fall innerhalb von wenigen Minuten verschwunden. Ob aus Abneigung oder dem Gefühl, erwischt worden zu sein, weiß ich bis heute nicht.

Aber der Abend hat sich gelohnt. Für mich, für uns und für den Club bestimmt auch. Immerhin haben wir gut zugelangt.

Ich fühle mich in rauchigen Clubs immer noch wohl und werde wohl noch einmal wieder-kommen. Auch in den Magnet-Club.

Nach Berlin.

1 Kommentar »

  1. [...] [...]

    Pingback by Tweets die nichtsdestotrotz» Blog Archive » Das wirklich ALLERERSTE Mal Berlin erwähnt -- Topsy.com — 1. Dezember 2009 @ 09:35

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