Der liebe Herr Roadeo hat mir ein Stöckchen vom torschtl zugeworfen. Es geht, wiedermal, ums bloggen an sich. Ich glaub da gabs schonmal ein ähnliches Stöckchen. Achja, hier.

1. Seit wann bloggst du und warum hast du damit begonnen?

Ich blogge seit dem 2.3.2006. Jaja, so alt ist dieser ganze Krams hier schon. Aber warum habe ich damit angefangen. Ich glaube, ich begann zu bloggen, weil ich davon gehört hatte und es ganz interessant fand. Und siehe da, es hat mir Spaß gemacht und tut es immernoch. Und nun bin ich schon 3,5 Jahre hier. Eine ganz schön lange Zeit. Und keine Angst, ich bleib auch noch ne Weile.

2. Hat sich dein Blog im Laufe der Zeit durch äußere Einflüsse (Suchmaschinenanfragen, Kommentare, …) in eine andere Richtung entwickelt? Im Klartext: Passt du dich deinen Lesern an oder schreibst du nach wie vor das, worauf du Lust hast?

Ich sags mal so. Es gab eins-zwei Änderungen am Blog beziehungsweise meinem Geschriebsel. Zum Einen habe ich irgendwann aufgehört, über Politik zu schreiben, auch wenn ich das immer äußerst interessant fand. Aber man macht sich zu viele Feinde und ich will, dass mich alle liebhaben. Zum Anderen habe ich irgendwann begonnen, Realität mit Fiktion zu mischen. So kommen manchmal Geschichten heraus, die so nicht passiert sind, aber durchaus hätten passieren können. Der Punkt, an dem genau das geschah, war die erste Bloglesung in Jena, der ich damals beiwohnen durfte.

3. Solltest du nur für dich bloggen, warum wählst du dann das Internet als Medium und kein “normales” Tagebuch? Wäre das nicht besser geeignet?

Ich blogge, weil ich Spaß daran habe, mich mitzuteilen und weil ich Meinungen von anderen dazu hören möchte. Ich weiß, hinter dem Bloggen steckt einen riesen Batzen Egoismus und Angeberei. Aber ich mags trotzdem. Normales Tagebuch zu schreiben, da würde mir das Feedback fehlen, das ich so gerne habe. Und die Gemeinschaft. Aber ich gebe zu, mit dem Blog ist es leichter, die letzten drei Jahre chronologisch zu ordnen. Das macht sich gut für einen wie mich, der ein Gehirn wie ein Nudelsieb hat.

4. Was tust du, um deine Leser langfristig bei der Stange zu halten? Hast du schon einmal Gewinnspiele ausgelost? Falls ja, wie hast du diese finanziert?

Bei der Stange halten? Ich will niemanden bei der Stange halten. Die Menschen, die hier lesen, wissen selbst am besten, warum sie das tun. Ich schreibe was ich denke und hoffe, dass es den Leuten gefällt. Und wenn es mal nicht so ist, dann haben eben alle mal Pech gehabt. Gewinnspiele und sowas gibbet hier nicht. Obwohl, der 1000ste Kommentar wird sicherlich irgendwas besonderes bekommen. (btw. wir sind bei 917)

5. Welche Tipps kannst du Blogneulingen ans Herz legen, um langfristig gelesen zu werden? Was ist in deinen Augen für einen Blog eher nachteilig?

Hrm. Erstmal sollte man nicht mit dem Bloggen anfangen, nur weil man gemocht werden und erfolgreich sein will. So wird das nunmal garnichts. Man bloggt, weil man denkt, dass man was mitzuteilen hat. Und darum geht es. Man tut es in erster Linie für sich und nicht für die anderen. Dass man Feedback bekommt und andere Ansichten teilen, sich mitfreuen, mitleiden oder teilhaben, ist nur das Sahnehäubchen auf dem Blog-Eisbecher.

So. Weitergeben muss ich das Stöckchen ja auch. Ich werf es mal weiter zu Frau Eiskalt, zur lieben Prinzessin und dem Herrn Schmidt. Macht damit was ihr wollt.

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