“Ladys and Gentleman… Bruce Springsteen and the E-Street-Band”
Dieser Satz ist der erste, den ich höre, als ich das Haus verlasse. Kippen holen. Oder sowas in der Art.
Die Kippen sind nebensächlich. Ich will eigentlich nur eine Runde laufen und nachdenken. Und melancholisch sein.
Und das geht nunmal am besten mit Musik im Ohr, nachts, im Regen. Filmreif.
Ich singe mit. Leise und schlecht, aber es ist die Geste die zählt. Es ist immer die Geste, die zählt, nicht nur jetzt, wenn ich durch die Straßen laufe.
Ich komme an deinem Haus vorbei. Ich weiß, du bist da, aber ich traue mich nicht zu klingeln. Oder anzurufen.
Stattdessen laufe ich weiter und singe leise. Ganz leise. Für dich. Ich singe immer für dich, auch wenn ich schon viel länger singe, als ich dich kenne. Es muss für dich sein. Irgendwie.
“I fell in live with a Jersey Girl”
Immernoch Springsteen. Live. Rauh und ehrlich.
Du warst die erste, die ich mit zu einem Konzert nehmen durfte. Und es hat dir gefallen.
Du warst die erste, bei der ich Angst hatte, dass ich sie nicht ganzbeinig durch den Schneesturm bringen könnte. Und ich hab es geschafft.
Und du warst die erste, die ich durch Gummibärchen zum Lächeln gebracht habe. Und es tat gut.
Aber irgendwas fehlt noch. Eine kleine Sache.
Der Mut.