The same procedure as every year.

Filed under: Allgemein — Smikey @ 15:10

Und wir haben es wiedereinmal geschafft. Wieder ein Jahr rumbekommen ohne größeren Blödsinn anzustellen. Wir haben keine verheirateten Frauen geschwängert, keine umgebracht, grundsätzlich erstmal überhaupt keinen geschwängert und so. Wir waren brav. Also mit wir meine ich mich. Ich war unfassbar brav. So wie jedes Jahr eben.

Aber ich habe viel erlebt. Ich war im Februar auf einem ganz grandiosen Bloggertreffen in einer mexikanischen Kaschemme in Karlsruhe. Das war grandios. Tolle Menschen. Das haben wir im November natürlich gleich nochmal wiederholt. Leider mit weniger Menschen, aber mit genausoviel Spaß. Tolltolltoll.

Und was ich wieder für Menschen kennengelernt habe. Ihr könnt euch das alles garnicht vorstellen. Tolle Menschen. Menschen, die man vom ersten Augenblick an mag. Ein Mädel ganz besonders. Aber das wisst ihr ja sowieso. Ich will da garnicht mehr dazu sagen. Wir haben beide ziemlich einen an der Marmel, das reicht. Nuja.

Ich halte mich heute mal kurz, weil ich ganz einfach bessere Dinge zu tun habe, als Silvester am Computer zu verbringen. Bier und Böller rufen. Wobei. Brüste statt Böller. Und so. Ihr wisst schon.

Leute, was ich eigentlich sagen will: Rutscht gut rein, lasst das mit den Vorsätzen einfach mal sein, ihr werdet nur enttäuscht. Ich habe mir wie immer das gleiche vorgenommen. Mehr Trinken, mehr Feiern und mehr Blödsinn machen. In dem Sinne. Bis morgen. Im Jahr 2011.

Offener Brief an die E.ON Thüringer Energie

Filed under: Allgemeines,Aus eigener Feder — Smikey @ 16:24

Diese E-Mail ging soeben raus:

Liebes E.ON-Team,

ich schreibe aus dem verschneiten und stromlosen Frauenwald im Thüringer Wald. In den letzten Tagen und Wochen fiel bei uns im Dorf der Strom mit einer Regelmäßigkeit aus, die mir unbegreiflich ist.

Die Heizung funktioniert nicht, das Licht auch nicht und ein warmer Tee oder Glühwein rückt in unerreichbare Ferne. Die, die nicht den ganzen Tag im kalten Haus sitzen, sondern ihrer täglichen Arbeit nachgehen wollen, kommen nicht aus der Garage, da der elektrische Toröffner nicht funktioniert. Die Hotelgäste, die sich an der wundervollen weißbestäubten Landschaft erfreuen, bekommen keine warme Mahlzeit, da auch in den Hotels der Herd mal wieder einmal kalt bleibt. Auch bei einigen produzierenden Betrieben im Ort dreht sich in dieser Zeit kein Rad.

Deutschland ist mittlerweile kein Wintermärchen mehr sondern eher ein Wintermädchen. Chaos wohin man blickt. Und die Gesellschaft droht unter dem Schnee und Eis begraben zu werden. Früher hieß das alles noch “Winter” und nicht “Chaos und Verderben”.

Ich sehe ein, dass die Bäume den Schneemassen nur eine bestimmte Zeit trotzdend gegenüberstehen können, bevor sie endgültig resignieren und zusammenbrechen. Dabei fallen sie nicht nur auf Straßen und Autos, sondern im Normallfall auch mal auf Stromleitungen. Alles das ist nachvollziehbar. Es ist auch verständlich, dass eine Reperatur dieser Leitungen Zeit und Personal in Anspruch nimmt und der Strom durchaus auch mal eine Stunde nicht bis zu unserem Dorf vordringen kann. Mein größter Respekt gilt den tapferen Arbeitern, die, ausgerüstet mit einer ganzen Armada an technischen Hilfsmitteln zur Leitungsinstandsetzung, mit Ski zu den Stellen fahren, die mit Fahrzeugen nicht mehr erreichbar sind.
Aber wäre es nicht viel besser, wenn diese fleißigen Helferlein noch viel mehr Helferlein um sich scharen könnten?
Vielleicht, um solchen Schneebrüchen vorzubeugen, indem die Trassen freigehalten werden.
Vielleicht, um die Ursache nicht erst nach 6 langen Stunden finden und nach 12 Stunden beheben zu können.

Kostet ja alles Geld, werden Sie sagen. Kostet es, keine Frage.
Die Lobbyarbeit für die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke kostet auch Geld.
Da muss man dann schon einmal Prioritäten setzen.

Ich kann das alles verstehen. Man muss dann schon einmal Geld einsparen.
Auf Kosten der Kunden. Auch wenn es nur die sind, die in einem kleinen Bergdorf vor sich hin frieren. Immerhin ist die Pflege der Stromtrassen und somit die Aufrechterhaltung der Stromversorgung in den immer weiter steigenden Strompreisen enthalten.

Es hat durchaus seine familienzusammenführenden Vorzüge, mit allen Verwandten um ein Teelicht zu kauern, weil die Heizung nicht mehr funktioniert. Das ist doch das, was man sich unter Weihnachten vorstellt. Mit der Familie zusammen zu sein, wenn eine einzige Kerze den Raum erhellt, da das Licht wieder einmal nicht funktioniert.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein gesegnetes Weihnachtsfest, in denen Sie warmen Glühwein trinkend vor dem Fernseher sitzen können und hoffen, dass die Leute ohne Strom nicht so laut bibbern. Könnte ja die Stimmung zerstören.

Mit stromlosen Grüßen

Eric Kehler

Anmerkung: Diese E-Mail wird zeitgleich mit dem Versand an Sie auf meiner privaten Internetseite http://www.smikey.de veröffentlicht und an die beiden Lokalzeitungen “Thüringer Allgemeine” und “Freies Wort” weitergeleitet.

Unter Strom.

Filed under: Alltag,Erlebtes — Smikey @ 18:04

Also entweder will man uns langsam aber sicher von hier vertreiben oder wir gehören einfach so nicht mehr zur Zivilisation.

Nachdem schon in den letzten Wochen der Strom mehrmals durch Baumumfallen gestört und auch schon über mehrere Stunden (10 an der Zahl) ausgefallen war, wurde heute der bisherige Rekord um 2h gebrochen. Über Nacht keinen Strom ist ja insofern noch akzeptabel, weil man ihn da im Normalfall nicht brauch. Mal ganz abgesehen davon, dass die Heizung dann natürlich auch nicht funktioniert und es auf Dauer arschkalt wird.

Aber hier war heute von 4 Uhr morgens bis 16 Uhr kein Strom. Tolle Wurst. Ohne warmes Wasser duscht es sich ziemlich beschissen und ohne Fön/Haartrockner sieht man danach sowieso aus wie ein geplatzter Hamster. Alles annehmbar, wenn man sowieso nicht aus dem Haus muss. Und dann sitzt man vor den rohen Schnitzeln wie das Schwein vorm Uhrwerk. Die werden nicht gar. Egal, wie heiß man sie anschaut. Kann man machen was man will. Über die fehlende Wärme will ich garnichts weiter sagen. 10 Grad im Zimmer ist schon hart an der Grenze. Da helfen nur gefühlte drölf Paar Socken, siebentausend Pullover und Unterwäsche, wie man sie sonst nur aus AntarktisDokumentationen auf N24 kennt.

Aber das allerallerallerfatalste: Das Internet geht nicht. Ihr wisst ja garnicht, wie schlimm das ist. Ich lebe ja quasi in diesem Internet. Und obwohl es hier aussieht wie in einer Hehlerbude mit Laptops und anderer Technik, nützt auch der beste UMTS-Stick nichts, wenn nach ca 3-4h alle Akkus sämtlicher Laptops leer sind. Und was tut man dann? WAS TUT MAN DANN?

Mein Kumpel meinte, ich solle einfach anfangen zu trinken. Alkohol. Auch wenn das natürlich morgens um 11 gesellschaftlich noch nicht ganz anerkannt zu sein scheint. Aber ohne Strom kann ich leider auch auf keine Uhr gucken. Und da könnte man ja schonmal vorsorglich anfangen zu trinken. Nach vielen Stunden erschien mir der Plan auch immer besser. Ich bin aber (fast) hart geblieben. Den Nachmittag hab ich im Bett verbracht. Wobei ich das ja nach Aussagen verschiedener voneinander unabhängiger Stellen sowieso immer tue. Ich bin ja immerhin Student.

Jetzt sind wir auf jeden Fall in der Zivilisation angekommen. Der Plan für die nächsten Tage: Alle Akkus konstant geladen im Anschlag haben und CampingKocher für Glühwein besorgen. Man muss ja vorbereitet sein.

Achja. Ich brauche übrigens einen Hamster, der bei Stromausfall meine Schallplatte am Laufen hält. Ich nenne ihn dann “Stromtierchen”