Gastbeitrag von nebenan…
Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen, du aber bereits aus ihm gelernt hast
Fast jeder hat schon einmal so ein Trickbild gesehen.
Ohne darüber nachzudenken, legt man es beiseite. Erscheint unwichtig.
Dann kommt sicher der Tag, an dem man damit beschäftigt ist, alte Sachen aufzuräumen um Platz für Neues zu schaffen. Genau dann fällt einem dieses Bild wieder in die Hände. Wirklich rein zufällig, etwas dreckig und ausgeblichen. Im Gegensatz zu anderen Sachen, mit denen man noch Erinnerungen verbindet, weil sie nicht so alt sind, wird es entsorgt. Zufälligerweise blickt man kopfüber auf das Bild als der Reißwolf langsam seinen Dienst aufnimmt. Irgendwie bekannt, aber doch fremd, als ob aus einer anderen Perspektive ein zweites Bild zu sehen ist, kam es einem vor.
“Kam es einem vor”, ist da der springende Punkt. Denn eh man sich versehen hat, ist es weg. Eigentlich schade, hat man es die ganze Zeit sein Eigen nennen dürfen. Die anhaltende Suche nach einer Kopie erweist sich als sinnlos. Hätte man sich doch damals die Mühe gemacht, das Bild genauer zu untersuchen. Ärger macht sich breit. Nicht unbedingt, weil das Rätel nun unlösbar ist, sondern auch, weil die Erinnerung sagt, dass man ständig Sachen entsorgt ohne darüber nachzudenken. Selbstverschuldet. Und genau das sind jene Sachen, die genau dann wichtig werden, wenn sie unerreichbar sind. Muss man was ändern daran, ist die einzige logische Schlussfolgerung.
Auf die Perspektive kommt es an, geht in dem Moment als man den Mülleimer ausleert, durch den Kopf…
Und das Sprichwort von Konfuzius, welches gerade auf einem der vielen Papierstreifen im Dunklen versinkt.
Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag von einem guten Freund. Also reiche ich Kritiken, Löbers, Heiratsanträge und etwaige Morddrohungen kumpelhaft weiter…