Du bist nicht mehr mein Freund!

Filed under: Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 20:07

Ich war ja schon einige Male in Coburg feiern, und auch schon einmal aufm SambaFestival, aber was uns dieses Jahr passiert ist, das schießt echt den Vogel ab. Passt mal auf:

SambaFestival in Coburg. Das klingt immer nach einer ganzen Menge Spaß. Und viel Musik. Und Bier. Und natürlich, nicht zu verachten, Frauen. Das hat mich natürlich fasziniert und ich hab meinen Kumpel geschnappt und bin Richtung Süden gestartet. Natürlich nicht, ohne vorher von seiner Mutter zu hören, dass ich bitte gut auf ihren Sohn aufpassen soll. Er ist ja nur 5 Jahre älter als ich. Sollte er auch alleine schaffen. Dachte ich.

Wir kamen gegen 7 in der WG meines alten Studienkollegen an und berieten, wie wir den Abend denn nun starten sollten. Als ich aus dem Fenster schaute, bemerkte ich die nette junge blonde Nachbarin am Fenster auf der anderen Straßenseite. “Süß…”, sagte ich und im nächsten Moment stehen mein Kumpel, zwei Studienkollegen, ein weiterer Sonneberger und ich im Wohnzimmer und begutachten die Nachbarin. Sah mit Sicherheit ziemlich verrückt aus, aber uns hat ja keiner gesehen. Glaube ich.

Wir zogen in die Innenstadt und verteilten uns. Das Bier floss, der Spaß stieg und wir lernten Leute kennen. Unter anderem 2 nette Mädels und ihre Familien, ein Mädel davon auffallend blond und auch so sehr gut aussehend. Wir unterhielten uns gut, immerhin fuhren sie Motorrad. Perfekt, das war ja genau unsere Kragenweite. Und so.

Irgendwann gegen Mitternacht, ich verpflegte gerade den Biertisch mit Kartoffelecken, hörten wir ein Glas splittern. Ich wurde nass am Rücken. Ich drehte mich rum und sah meinen Kumpel mit erhobenen Händen in der Gegend rumstehen. Ok, dachte ich, hat er das Glas fallen lassen. Als er mit blutender Hand neben mir stand, dachte ich auch noch, dass er sich beim Fallenlassen in die Hand geschnitten hat. Idiot.

Aber falsch gedacht. Nein, er hat eine mit nem Bierkrug übergezogen bekommen. Und noch eine Faust mitten ins Gesicht. Warum ist bis heute noch nicht ganz klar, Ermittlungen laufen.

Sein Ohr sah aber verdammt mitgenommen aus und er hat geblutet wie ein angestochenes Schwein. Ok, leicht übertrieben, aber es war echt unschön. Er ließ sich also von Sanitätern verarzten, bekam einen netten MullTurban und wurde von den durchaus netten Polizeimeisterinnen Annika und Sophie zum Vorfall interviewt. Während ich durch die halbe Innenstadt gerannt bin, um seine KrankenKassenKarte aus der Wohnung zu holen, beriet er mit den Sanitätern, dass wir nicht zum Klinikum laufen, geschweige denn ein Taxi bezahlen, um ihm sein Ohr wieder an die richtige Stelle nähen zu lassen. Sie ließen sich erweichen und besorgten einen Krankenwagen. Wir zwängten uns durch die Menschenmengen zum RTW, mein Kumpel verschwand mit einem Sani hinteren und ich mit dem anderen im vorderen Teil des Wagens. Gut, werden wir also doch gefahren.

Plötzlich schaut mich der Fahrer an und meint: “Sagen Sie mal, kommen Sie von hier? Und wissen Sie, wo’s zum Klinikum geht?” – “Ähm, nein? Wir sind von ganz woanders… Wo kommen Sie denn her?” – “Wir kommen gerade aus Lichtenfels. Naja, wir werden die Klinik schon finden…” — Na prima, das kann ja heiter werden.

Wir schafften es doch bis in die Klinik und die Nachtschwester war einigermaßen begeistert, dass wir beide redegewandt, aufrecht laufend und bester Laune waren. Im Gegensatz zu einigen anderen Patienten, die bewusstlos auf den Liegen im Gang lagen. “Ich muss hier mal genäht werden…” Ok, also in den Behandlungsraum, mein Kumpel auf die Pritsche und ich auf den Stuhl im Vorraum. Die Ärztin kam hinein und wirkte, als wäre sie soeben aus dem Bereitschaftsraum aufgestanden und noch nicht ganz wach. Sie war trotzdem souverän: “Also, wenn ich das jetzt betäube, dann schwillt das alles an und man weiß nicht mehr, was wo hin gehört. Stört es Sie, wenn wir das ohne Betäubung wieder annähen?” – “Kein Problem, die Hauptsache ist, dass es wieder genauso schön wird, wie es vorher auch wahr”, erwiderte mein Kumpel.

Nachdem er seine 10 Euro für die Notfallbehandlung abgedrückt hat (“Wenn in den nächsten 3 Monaten noch ein Notfall auftritt, brauchen Sie das aber nicht nochmal zahlen!” – Ui, toll.), verschwanden wir gegen 2 aus der Klinik und wanderten wieder Richtung Innenstadt. Auf den Schreck erstmal nen Absacker “bei Adam”, der tollen RockerPunkerKneipe, mit der ich schon öfters Bekanntschaft gemacht hab. Wir haben unser Glas noch nicht ganz zum Mund geführt, da klingelt das Telefon. Polizei. Wir sollen doch bitte nochmal auf die Polizeistation kommen. 4km entfernt. Holen können sie uns nicht. Top. Wir bezahlen und wandern wieder los. Quer durch Coburg, wir wissen ja nicht genau wohin. Die beiden Polizisten auf dem Weg (Polizeimeisterin Sophie wieder dabei, sie erkennt uns wieder) kommen aber immernoch aus Nürnberg und die Straße mit der Polizeistation ist nicht auf ihrem ausgedruckten Stadtplan. Nach Rücksprache mit der Wache müssen wir aber immernoch laufen, auch wenn Sophie ziemlich leid tut.

In Coburg nach dem Weg fragen, Freitag Nacht um 2, wo die Hälfte der Menschen nicht aus Coburg kommt und alle betrunken sind. Da können aus 4 km auch mal schnell 5-7 werden. Aber wir kommen trotzdem irgendwann bei der Polizei an. Man erkennt uns. “Sie sind der mit dem Ohr!”. Richtig. Aber die Polizisten, die zuständig sind, sind schon weg, aber Fotos können noch gemacht werden. Perfekt, hätte er auch über Facebook bekommen können. Und überhaupt wär das Foto viel spektakulärer gewesen, hätte man es vor der OP gemacht. Gut, was solls. Nach Hause fahren darf man uns auch nicht, wir laufen wieder los und kommen gegen halb 5 wieder an der Wohnung an. Die Innenstadt ist leer, unsere Leute pennen und auch so nicht mehr viel zu wollen. Wir trinken einen Absacker in der Bar unter der Wohnung, verbreiten voller Stolz unsere Geschichte über den Abend und kommen noch ein wenig rum. Aber irgendwann ist auch für uns Schluss. Wir gehen schlafen.

Am nächsten Tag beginnt alles so, wie der Abend schon begonnen hat. Wir stehen am Fenster und schauen auf die nette Blondine von gegenüber, bis es mir einfällt: “Das ist doch die Kira von gestern Abend!”, das Mädchen, mit der wir den Abend bis zum Zwischenfall verbracht waren. Motorradfahrerin mit Familie und so. Wir reißen die Fenster auf und schreien ihr und der Familie einen Guten Morgen herüber. Sie lacht und erwidert den Gruß. Ich glaube aber, sie dachte eher “Oh Gott, die gleichen Idioten wie gestern Abend.”. Aber lustig war es trotzdem.

Ich packe meinen Kumpel ein und wir verschwinden wieder Richtung Norden in die Heimat. Auch wenn wir geschworen haben, wieder zu kommen. War ja doch ganz gut. In Coburg.

Daheim angekommen musste ich natürlich beichten, dass ich meinen Kumpel leicht lädiert wieder mitgebracht habe.

Allerdings konnten wir berichten, dass er sich nicht geprügelt hat. Nachdem er den Bierkrug und die Faust abbekommen hat, ist er nur aufgestanden und hat im Weggehen das einzig Wahre ausgesprochen:

“Du bist nicht mehr mein Freund…”

 

 

Am 15., im Regen.

Filed under: Aus eigener Feder — Smikey @ 18:05

“Der ist schön, der gefällt mir…”

Ich schaue mich noch einmal um, dann fällt mein Blick aber doch wieder auf den großen Stein mit der Rose darauf. “Den nehme ich.”, sage ich, als der ältere Mann im pechschwarzen Anzug mich mit großen erwartenden Augen ansieht.

“Kein Problem” erwidert er, “lassen Sie uns alles Weitere in meinem Büro besprechen.”

Büro nennt er das also. Für mich sieht es eher aus wie eine Abstellkammer mit Schreibtisch. Ein Schrank in der Ecke, der aussieht, als hätte er den letzten Krieg nur mit Mühe überstanden. Alt ja, aber nicht antik. Der Rest des Zimmers erstrahlt in einem Nostalgieschein. Als wäre die DDR niemals untergegangen und das hier wäre das Büro eines SED-Funktionärs am unteren Ende der Partei.

Egal. Es geht ums Geschäft. Ich bin nicht umsonst zum billigsten Bestattungsinstitut der ganzen Gegend gegangen. Denen steck ich das Geld nicht in den Hals. Denen nicht. Es sterben immerhin genug Leute. Hier soll sich keiner eine goldene Nase verdienen, nur weil der Lauf der Dinge nicht zu ändern ist. Nicht mit mir.

Er fragt mich nach dem Verstorbenen. Ich überlege kurz und buchstabiere ihm den Namen, den ich mir selbst schon immer nicht merken kann. Etwas verdutzt schaut er mich an und fragt nach dem Tag des Todes. Muss er ja wissen, für die Inschrift und so.

“Nächsten Dienstag.”, sage ich.

Er fragt, ob ich ihn verarschen will. “Ganz und garnicht. Nächsten Dienstag. Das ist doch der 15., oder?”

Er scheint keinen Neukunden zu wollen, denn er schmeisst mich lautstark aus dem Büro. Mit krachender Tür. Ich stehe wieder auf der Straße.

Wird also doch wieder nichts aus dem Selbstmord.

Südafrika

Filed under: Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 14:17

Erinnert ihr euch an euer erstes Interesse am anderen Geschlecht? Ich schon. Ziemlich genau sogar. Das ganze ist mittlerweile über 10 Jahre her. Damals ging ich in die erste oder zweite Klasse der Grundschule in meinem Heimatdorf. Und als ich dort so eines Tages auf dem Flur stand, lief sie an mir vorbei. Sie, einige Klassen über mir, mit einem rückenfreien Top. An diesem Tag hat es mich erwischt. Ich war ihr damals sofort verfallen. Das erste Mädel, welches ich jemals toll fand, auch wenn ich nie ein Wort mit ihr gewechselt habe.

Bis vor 3 Tagen. Da geschah es auf eine sehr komische und zugleich irgendwie tragische Weise. Wir hatten verschiedene Veranstaltungen bei uns im Dorf und ich war natürlich ganz groß dabei. Und eines Abends wurde ich überrumpelt:

Ich stand ganz gemütlich in der Gegend rum, schlürfte Wodka-O und lauschte der Musik der Band. Alles wie immer also. Doch dann, plötzlich, tippte mir jemand auf die Schulter. Ich sah ihn an und erkannte ihn als den Mann einer Bekannten, der allerdings schon den “Ein-Bier-zuviel”-Blick drauf hatte. Kein Problem, ich hatte ja auch nicht meinen ersten Wodka-O in der Hand. Und er fing an zu reden.

“Wir kennen uns doch von da-und-da, oder?”

Irgendwo her wollte er mich genau kennen. Tat er aber nicht. Aber lustig wars trotzdem. Und dann kam er auf den Punkt, den er eigentlich ansprechen wollte, mal abgesehen vom Vorgeplänkel: “Achja, du kennst doch die kleine Schwester meiner Frau, oder? Die findet dich eigentlich recht toll. Lad sie doch mal auf nen Drink ein.”

Klar kannte ich die. Wie gesagt, damals in der Grundschule.

In dem Moment taucht seine Frau auf, nimmt mich zur Seite und meint “Hey, lass dich nicht vollquatschen, er ist betrunken.” – “Kein Problem, ich auch.”, antwortete ich wahrheitsgemäß. “Na dann ist ja gut. Und achja, das mit meiner kleinen Schwester stimmt. Lad sie mal ein, tanzt mal und so.” Das klang doch erstmal vielversprechend, warum eigentlich nicht. Die Chance sollte man(n) ja nutzen.

“Und achja, sie fliegt morgen für ein halbes Jahr nach Südafrika.”

Offener Brief an die E.ON Thüringer Energie

Filed under: Allgemeines,Aus eigener Feder — Smikey @ 16:24

Diese E-Mail ging soeben raus:

Liebes E.ON-Team,

ich schreibe aus dem verschneiten und stromlosen Frauenwald im Thüringer Wald. In den letzten Tagen und Wochen fiel bei uns im Dorf der Strom mit einer Regelmäßigkeit aus, die mir unbegreiflich ist.

Die Heizung funktioniert nicht, das Licht auch nicht und ein warmer Tee oder Glühwein rückt in unerreichbare Ferne. Die, die nicht den ganzen Tag im kalten Haus sitzen, sondern ihrer täglichen Arbeit nachgehen wollen, kommen nicht aus der Garage, da der elektrische Toröffner nicht funktioniert. Die Hotelgäste, die sich an der wundervollen weißbestäubten Landschaft erfreuen, bekommen keine warme Mahlzeit, da auch in den Hotels der Herd mal wieder einmal kalt bleibt. Auch bei einigen produzierenden Betrieben im Ort dreht sich in dieser Zeit kein Rad.

Deutschland ist mittlerweile kein Wintermärchen mehr sondern eher ein Wintermädchen. Chaos wohin man blickt. Und die Gesellschaft droht unter dem Schnee und Eis begraben zu werden. Früher hieß das alles noch “Winter” und nicht “Chaos und Verderben”.

Ich sehe ein, dass die Bäume den Schneemassen nur eine bestimmte Zeit trotzdend gegenüberstehen können, bevor sie endgültig resignieren und zusammenbrechen. Dabei fallen sie nicht nur auf Straßen und Autos, sondern im Normallfall auch mal auf Stromleitungen. Alles das ist nachvollziehbar. Es ist auch verständlich, dass eine Reperatur dieser Leitungen Zeit und Personal in Anspruch nimmt und der Strom durchaus auch mal eine Stunde nicht bis zu unserem Dorf vordringen kann. Mein größter Respekt gilt den tapferen Arbeitern, die, ausgerüstet mit einer ganzen Armada an technischen Hilfsmitteln zur Leitungsinstandsetzung, mit Ski zu den Stellen fahren, die mit Fahrzeugen nicht mehr erreichbar sind.
Aber wäre es nicht viel besser, wenn diese fleißigen Helferlein noch viel mehr Helferlein um sich scharen könnten?
Vielleicht, um solchen Schneebrüchen vorzubeugen, indem die Trassen freigehalten werden.
Vielleicht, um die Ursache nicht erst nach 6 langen Stunden finden und nach 12 Stunden beheben zu können.

Kostet ja alles Geld, werden Sie sagen. Kostet es, keine Frage.
Die Lobbyarbeit für die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke kostet auch Geld.
Da muss man dann schon einmal Prioritäten setzen.

Ich kann das alles verstehen. Man muss dann schon einmal Geld einsparen.
Auf Kosten der Kunden. Auch wenn es nur die sind, die in einem kleinen Bergdorf vor sich hin frieren. Immerhin ist die Pflege der Stromtrassen und somit die Aufrechterhaltung der Stromversorgung in den immer weiter steigenden Strompreisen enthalten.

Es hat durchaus seine familienzusammenführenden Vorzüge, mit allen Verwandten um ein Teelicht zu kauern, weil die Heizung nicht mehr funktioniert. Das ist doch das, was man sich unter Weihnachten vorstellt. Mit der Familie zusammen zu sein, wenn eine einzige Kerze den Raum erhellt, da das Licht wieder einmal nicht funktioniert.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein gesegnetes Weihnachtsfest, in denen Sie warmen Glühwein trinkend vor dem Fernseher sitzen können und hoffen, dass die Leute ohne Strom nicht so laut bibbern. Könnte ja die Stimmung zerstören.

Mit stromlosen Grüßen

Eric Kehler

Anmerkung: Diese E-Mail wird zeitgleich mit dem Versand an Sie auf meiner privaten Internetseite http://www.smikey.de veröffentlicht und an die beiden Lokalzeitungen “Thüringer Allgemeine” und “Freies Wort” weitergeleitet.

Grinsen und Glühwein.

Filed under: Allgemein,Aus eigener Feder,Erlebtes,Gedankenwelt — Smikey @ 17:44

Unsere Dozentin zeigte uns heute die bekannte optische Täuschung mit dem Bilder der alten/jungen Frau. Kennt ihr sicherlich. Wenn nicht. Nachschauen. Auf jeden Fall meinte sie, dass sie an Tagen, an denen sie gut drauf ist, immer zuerst die junge Frau sieht.

Ich schaute das Bild an und brauchte ein paar Sekunden, bis ich mich so konzentriert hatte, die alte Dame zu sehen. Vorher nur die junge Frau. Bin ich gut drauf? Ich glaube schon. Ich laufe seit ein paar Tagen mit einem Grinsen durch die Welt, dass man denken könnte, mir sei die Fresse von der Kälte festgefroren. Aber nein! Mir geht es wirklich gut. Ich hatte ein grandioses Wochenende. Ich sage nur: Glühwein, BenjaminBlümchenTorte, Kekse, Kaffee. Und das über Stunden. Seitdem bekomme ich das Lächeln nicht aus dem Gesicht. Nicht vordergründig wegen der Sachen, die ich in mich reingeschaufelt habe, sondern natürlich wegen der Person, die mir dabei Gesellschaft geleistet hat. Oder ich ihr. Oder wir uns. Ein grandioser Nachmittag, der meine Laune und meinen Tatendrang in die Höhe schießen lies. Prima.

Ich denke sogar darüber nach, dieses Jahr zu Weihnachten, Dinge zu verschenken. Mache ich eigentlich schon lange nicht mehr. Weil, weil, weil,  ich bestimmt ein egoistisches Arschloch in der Hinsicht bin. Aber dieses Jahr nicht. Die potentiell zu verschenkenden Geschenke sind von 0 auf 1 gestiegen. Ihr wisst schon. Und so.

Ansonsten geht die Glühweinsaison jetzt los. Adventsfenstermäßig. So eine Art Adventskalender im Dorf. 24 Tage, 24 Häuser, 24 Mal Glühwein und Fettbrote. Für lau. 24 Mal kein Abendessen daheim. 24 Mal nette Leute treffen.

Der Dezember wird heiß, Leute. Im Ofen, im Becher, im Herz.

Kapitel 1 – Joshua

Filed under: Aus eigener Feder,Gedankenwelt — Smikey @ 11:08

06.45 Uhr. Der Wecker klingelt und ich schlage ihn mit einer eleganten Handbewegung in Richtung
Wand. Ein neuer grandioser Tag in meinem Leben beginnt also exakt jetzt. Ungefähr so grandios
wie die anderen in diesem Jahr und ungefähr so grandios wie Schneeregen beim ersten Date.
Dates. Mein letztes erstes Date liegt jetzt genau 237 Tage zurück und ich könnte mich selbst dafür
ohrfeigen, dass ich immernoch mitzähle. Sie hiess Julia und war eigentlich ganz in Ordnung. Gott,
oder wer auch immer, hatte gute Arbeit geleistet nur was entscheidendes vergessen. Das Gehirn.
Sobald sie mehr als 5 Wörter in eine angemessene Reihenfolge bringen wollte, kam nicht viel bei
rum. Dafür war sie gut im Bett. Zu einem zweiten Date kam es aber trotzdem nicht. Sie hat es nicht
verstanden.

Der Wecker hatte trotz hartem Aufprall nicht aufgehört sein Kreischen zu verbreiten, also stehe ich
auf. Ich stolpere über die Überbleibsel der letzten Nacht und eine leere Flasche Rum rollt unter das
Bett. Ich quäle mich ins Bad und schaue in den Spiegel. „Redest du mit mir“ sage ich leise und
muss traurig lächeln, weil ich mich selbst dabei bemitleide. Das Frühstück lasse ich heute einmal
mehr aus, da in meinem Kühlschrank sowieso gähnende Leere herrscht und auch mein Magen nicht
in dem Zustand ist, in dem er feste Nahrung aufnehmen will.

Alles in allem also ein ganz normaler Morgen im Leben des Joshua Gutenberg. Joshua Gutenberg,
so heisse ich. Nicht besonders spektakulär, aber dennoch irgendwie einzigartig. Joshua, ein
biblischer Name und das obwohl ich seit meinem 14. Geburtstag streng atheistisch lebe. Mit
Überzeugung und ohne den Willen, mich davon jemals wieder abbringen zu lassen. Eine weitere
glückliche Fügung des Schicksals hat mich als Redakteur in eine kleine Lokalzeitung gebracht, wo
ich versuche, meinem Nachnamen alle Ehre zu machen.

Ich bewege mich langsam und so geschmeidig wie ich an diesem Morgen nur sein kann durch die
Wohnung und versuche meine Hose von gestern Abend zu finden. Mit meinem Schlüssel drin.
Sonst endet der Tag noch schlimmer als er bisher begonnen hat. Nicht nur einmal ist mir genau das
passiert. Und wieder muss ich dann zu meiner Ex-Freundin laufen, die immernoch einen Schlüssel
für meine Wohnung hat. Seit sie mir das erste Mal das Geld für den Schlüsseldienst ersparte, habe
ich auch in nächster Zeit nicht vor, ihr diesen wieder abzunehmen. Scheiss auf den Gedanken mit
ihr endlich abzuschliessen und sie endgültig aus meinem Leben zu verbannen. Da muss man auch
mal Egoist sein. Ex-Freundin gegen den geldgeilen Feind, den Schlüsseldienst. Sollte ich mir als
Buchtitel sichern lassen. Klingt interessant und nach “mehr”.

In dem Moment schlägt die Tür hinter mir zu. Vorsätzlich, denn den Schlüssel halte ich in der Hand.
Die Hose, gefunden im Gelben Sack in der Küche, hat ihn herausgegeben. Scheint so, als hätte ich
das wieder einmal verwechselt und ich freue mich darauf, heute Abend den stinkenden Plastikmüll
im Wäschekorb zu finden.

Prima. Hast du das auch wieder einmal geschafft, Josh.

Möpse, Moppeds und Musik.

Filed under: Aus eigener Feder,Erlebtes,Musikalisches — Smikey @ 09:04

“Was heisst ‘Orgasmus’ auf Sächsisch?” – “Ferdsch!”

So oder so ähnlich begann unsere Motorrad-Familientour am letzten Freitag. Familientour ist natürlich nur eine schöne Umschreibung für uns harte Kerle. Rocker, wie sie im Buche stehen. Noch schlimmer als Hell’s Angels und Bandidos zusammen. Nur kennt uns keiner. Auch gut so.

Aber mal langsam mit den jungen (Stahl)Pferden. Ich hab ja selbst keins. Beziehungsweise, keins, mit dem ich bei den anderen Motorrädern mithalten könnte. Ich brauch also ne Mufte. Was tiefes, böses. Gereicht hats dann für ne neue 800er Intruder von Suzuki. Chopper in klein. Aber völlig ausreichend für mich. Und so neu, dass sie noch keinen Kilometer weg hat. Aber auch kein Benzin. Da drückt mir der Händler erstmal 20 Euro in die Hand und meint, ich soll erstmal volltanken. Habbich.

Irgendwann gehts aber dann los. 6 Motorräder machen sich auf den Weg in Richtung Bad Düben. Großraum Leipzig, ihr wisst schon. Sachsen. 3 Motorräder und ein Begleitfahrzeug kommen später nach. Prima. Also Hahn aufdrehen und vorwärts. Freitag halb zwei. Ihr erinnert euch, was Freitag halb zwei los war? Genau: Podolksi versemmelt nen Elfmeter, Klose lässt sich vom Platz schubbsen und so. Fussball. Für uns hat das den Vorteil, dass die Straßen leer sind, aber den Nachteil, dass wir nix erfahren. Außer unser Harley-Fahrer ganz hinten. Er hat Ohrstöpsel drauf und ich kann ihn manchmal an der Ampel fluchen hören. Lauter als seine Harley blubbert. Und das will was heißen.

Zwischenstopp in der Provinz. Bei McDonalds. Sechs Biker rücken ein. Na die gucken nicht schlecht und wir bringen sie dazu, Teile unserer Bestellung am Tisch aufzunehmen. So wünsch ich mir das. Luxus.

Gegen 6 schlagen wir in Bad Düben auf. Durstig. Natürlich. Also gibts erstmal nen kühles Blondes. Das haben wir uns aber auch verdient. Kurz danach trifft der Rest ein und ich kann endlich ein Foto machen. Schön sieht das aus.

Motorräder am frühen Morgen

Der Abend verläuft wie geplant mit Bier, Schnapps und viel Essen. Mit Vorspeisen, die auch als 3-Gänge-Menü durchgehen könnten. Wahnsinn.

Der Samstag geh früh los. Frühstück und ab auf die Bikes. Einmal quer durchs Land. Um 16 Uhr ist Termin in Ferropolis. Vorher muss die Gegend noch unsicher gemacht werden. Also vorwärts.

Wir kommen durch idyllische Städte und Dörfer, wo glaubt, dass dort der Krieg womöglich noch nicht vorbei ist. Dafür spricht, dass kleine Kinder am Straßenrand stehen und uns zuwinken, als wären wir die Amerikaner, die die Stadt von den Nazis befreien. Komisches Gefühl, aber irgendwie isses cool. Zurückwinken und hupen. So stell ich mir das vor.

Nächster Stützpunkt: Störmthaler See. Der See, an dem das Highfield-Festival dieses Jahr stattfindet. Mit mir. Unter anderem. Da muss man ja vorher mal vorbeischauen. Ist schon idyllisch mit so einem riesigen Kohlekraftwerk im Hintergrund. A propos Kohle. Ferropolis. Stadt aus Eisen und so. Kennt ihr? Superinteressant. Da kannste Macho sein wie du willst, die baggern mehr. Fetzt.

Was nicht so sehr fetzt, ist die Motorradtruppe, die nach uns auf dem Parkplatz aufschlägt. Viele Motorräder, heiß und die Herren schon im gesetzteren Alter. Bis dahin alles prima. In dem Alter will ich auch noch Mopped fahren. Aber als sie dann farblich abgestimmte Cappies mit Logo aus den Taschen nehmen, ist der Gipfel der Spiessigkeit erreicht. Sowas geht garnicht.

Es geht heimwärts. Abends sollte ja Livemusik sein. Und grillen. Mit Bratwürsten. In Sachsen. Ich bin vorsichtig.

Der Chef der Pension hatte vorher angerufen und gefragt, ob wir was gegen eine Veranstaltung am Samstag Abend hätten, weil wir die einzigen Hausgäste waren. (Ist nicht schwer, wir haben alles ausgebucht) Hey, wir sind doch für neues immer offen. Countrymusik? Aber hallo! Essen nur vom Grill und kein a la Carte? Hey, nuklar!

Als wir in der Pension ankommen ist der Grill schon angeworfen, die ersten Menschen da und das Bier kühlen. Habens getestet. Prima. Der Abend verläuft gut. Mit Steaks, Musik, Chili-Likör und Kräuterschnapps. Im Wechsel. Alles.

Ich setze mich zwischendurch an einen Tisch mit der Dorfjugend. Einfach so. Bin ja offen. Ich unterhalte mich mit einem Mädel und frage irgendwann, wie alt sie ist. “Schätz doch mal…” sagt sie. Schätzen war noch nie mein Ding. “17, ungefähr…” tippe ich. Falsch getippt. 4 Jahre daneben. Ich geh lieber wieder an meinen Tisch.

So geht der Abend rum und am Sonntag Morgen trommelt das harte Wasser ziemlich stark auf dem Kopf herum. Jedes Mal das gleiche irgendwie. Aber man lernt nicht draus.

Mit müden Augen aufs Motorrad und gen Heimat. Schade eigentlich, dass es schon wieder vorbei ist. Aber schön wars. Wie immer. Und das Motorrad hat mich begeistert. Sobald Geld da ist, wird ne Chopper gekauft. Muahahahaa. Weil ichs kann. Als Biker.

Aber was man immer wieder feststellt nach so einem Wochenende: Motorradfahren ist eine Schweinearbeit.

Rotschopfsucht

Filed under: Allgemein,Aus eigener Feder,Erlebtes,Musikalisches — Smikey @ 11:38

Rote Haare. Ihr wisst es. Ich sage es immer wieder. Ich LIEBE rote Haare.

Und Samstag war es wieder soweit. Ich bin ihr verfallen. Dieser Sucht.

Ich war bei der Feierstunde zur Jugendweihe meiner kleinen Schwester. Und wenn ich etwas hasse, dann sind es spießige Veranstaltungen mit Hemd und Krawatte und Jacket und so. Wisst ihr ja. Ich persönlich habe mich auch nur zu einem weißen Rüschenhemd hinreissen lassen, in dem ich natürlich immens schnieke aussah. Und Chucks hatte ich an. CHUCKS! Meine neuen. Mit “The Clash” drauf und so.

Naja. Spießige Veranstaltung hin oder her, ich war natürlich dabei, weil ich ein toller großer Bruder bin und der Rest auch da war. Credibility sag ich euch, Credibility. Mehr nicht.

Wenn ich mich an meine Jugendweihe erinnere, war das alles noch viel schlimmer. 400 bis zum umfallen spießig-angezogene Jugendliche, die Durst hatten, waren im Gothaer Kulturhaus versammelt. Grauenhaft. Aber das ist Jahre her. Sieben, um genau zu sein.

Diesmal war alles anders. Nur 16 Jugendliche hatten Jugendweihe. Familiäres Ding, könnte man meinen, war auch so. Prima. Ich komme in den Saal und entdecke rote Haare. Aber keine 0815 roten Haare. Nein. Richtig tolle. An einem tollen Mädel. Und bevor jemand fragt, nein, es war keins von den Mädels die Jugendweihe hatten.

Wie ich später feststellte, war es die Sängerin des Duos, die diese ganze Jugendweihe-Sache untermalen sollten. Und sie sang gut. Und er sang gut. Und sie waren erkältet. Beide. Aber trotzdem grandios. Auch wenn 80% der Menschen, für die die Feierstunde gedacht war,  nämlich die Kinners in den ersten Reihen, die Lieder zum Großteil nicht kannten. Aber ich kannte sie. Und selbst, wenn ich sie nicht gekannt hätte, wäre ich absolut hin und weg gewesen. Rote Haare, niedlich, klasse Stimme und Saxophonistin. Perfekt. Musikerin mit Leib und Seele. Prima. Einmal zum-mitnehmen, bitte.

So oder so ähnlich hab ich meine Meinung zur Musik den beiden dann auch im Gästebuch ihrer Homepage mitgeteilt. Ok, ich habe mich vielleicht etwas gewählter ausgedrückt. Aber die Grundaussage war die gleiche. Hatte nach der Feierstunde einfach keine Zeit, mit den beiden (und besonders mit ihr) zu reden. Familie um mich rum, ihr wisst wie das ist. Keine Rumhurerei am Kaffeetisch!

Aber damit ihr nicht denkt, dass hier wieder alles vorbei ist. Nein. Sie ist nämlich schnieke drauf. Sie hat mich gesucht, gefunden und angeschrieben. Stalkerin. Aber süß. Und Rotschopf.

Cover me…

Filed under: Aus eigener Feder,Gedankenwelt,Musikalisches — Smikey @ 22:25

“Ladys and Gentleman… Bruce Springsteen and the E-Street-Band”

Dieser Satz ist der erste, den ich höre, als ich das Haus verlasse. Kippen holen. Oder sowas in der Art.

Die Kippen sind nebensächlich. Ich will eigentlich nur eine Runde laufen und nachdenken. Und melancholisch sein.

Und das geht nunmal am besten mit Musik im Ohr, nachts, im Regen. Filmreif.

Ich singe mit. Leise und schlecht, aber es ist die Geste die zählt. Es ist immer die Geste, die zählt, nicht nur jetzt, wenn ich durch die Straßen laufe.

Ich komme an deinem Haus vorbei. Ich weiß, du bist da, aber ich traue mich nicht zu klingeln. Oder anzurufen.

Stattdessen laufe ich weiter und singe leise. Ganz leise. Für dich. Ich singe immer für dich, auch wenn ich schon viel länger singe, als ich dich kenne. Es muss für dich sein. Irgendwie.

“I fell in live with a Jersey Girl”

Immernoch Springsteen. Live. Rauh und ehrlich.

Du warst die erste, die ich mit zu einem Konzert nehmen durfte. Und es hat dir gefallen.

Du warst die erste, bei der ich Angst hatte, dass ich sie nicht ganzbeinig durch den Schneesturm bringen könnte. Und ich hab es geschafft.

Und du warst die erste, die ich durch Gummibärchen zum Lächeln gebracht habe. Und es tat gut.

Aber irgendwas fehlt noch. Eine kleine Sache.

Der Mut.

Zigaretten fürs Ego

Filed under: Allgemeines,Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 11:23

Ich war ja im letzten Semester öfters Feiern. Also da bin ich ja voll der Typ für, ihr kennt mich ja. Ich war ja schon immer so ein kleiner Rockstar, auch an der Bar und so.

Auf jeden Fall war damals eine Studentenfete angesetzt. Und was macht man zu so einer Studentenfete? Genau. Hingehen.

Studentenpartys sind eigentlich immer das gleiche. Das Motto zur Party ist zwar immer anders aber grundsätzlich ist es ja wohl so, dass immer die gleichen Leute im gleichen Club sitzen und das gleiche trinken. Sie sehen nur jedesmal, passend zum Motto, unterschiedlich scheisse aus. Oder eben gut, aber meistens eher dürftig.

Also trinkt man. Und raucht. Und dann trinkt man wieder und im Endeffekt landet man dann im Raucherbereich und raucht und trinkt gleichzeitig. So geht der Abend dahin. Und mit ihm die Zigaretten und das Geld dafür.

Aber man(n) ist ja nicht schüchtern. Ich weiß mir ja zu helfen. Und als ich mich so umschaue, sehe ich ein Mädel auf einer Couch sitzen und sich eine Zigarette drehen. Perfekt. Meine Chance ein wenig charmant rumzuschnorren. Ich geh also hin und frage höflich in einem leicht lallenden Sprachstil, der bestimmt total sexy wirkt, ob ich mir vielleicht auch eine drehen dürfte. Ich durfte, hab ja nett gefragt.

Und dann schaut sie mich an. Auch wenn mir das keiner glaubt, die ganze Kippenfragerei war KEINE Anmache. Das ist plump und so. Garnicht mein Stil und so. Ich wollte wirklich nur eine rauchen. Aber als ich mir das Mädel dann mal genauer angeschaut habe, war ich mir da selbst nicht mehr so sicher.

Rote Haare (ROTE HAARE!!!), Palituch, Piercing, Rock mit Schottenmuster über der Hose und Chucks. CHUCKS. Also wenn irgendetwas ein Indiz für eine coole Frau mit gutem Geschmack und dem ganzen Gebimsel ist, dann sind es diese verdammten Schuhe. OK. Es muss auch alles oberhalb der Knöchel stimmen, aber die Schuhe sind ein Anfang.

Dieses Mädel allerdings war von unten bis oben niedlich. Gut, vielleicht so niedlich, wie ne ganze Menge Bier es aussehen lassen, aber es war definitiv auch nüchtern noch genug Potential da.

Wir drehen und rauchen. Und unterhalten uns. Gut, soweit ich weiß. Ist ja schon ne Weile her. Und ihr wisst ja. Die Gehirnzellen werden nicht mehr. Irgendwann ist aber auch die größte Zigarette zu Ende geraucht (ja, ne Zigarette, Tabak, Paper, Filter, NIX anderes…) und ich verziehe mich wieder in Richtung Tanzfläche, Bar, Menschen, weiß der Teufel. Aber irgendwie scheine ich ihr den ganzen Rest des Abends (zufällig?) über den Weg zu laufen und jedesmal nett angelächelt zu werden. Prima.

Es wird weitergefeiert, immer wieder unterbrochen von einem netten Lächeln beim Vorbeigehen. Steinigen könnt ihr mich. Bitte. Jetzt. Ich hab es einfach nicht geschnallt. Betrunken und so.

Am Ende (ihres) Abends kommt sie ein letztes Mal auf mich zu und sagt, dass sie jetzt nach Hause geht. Aha. So ist das also. Meine Erinnerung und ein paar halbwegs glaubhafte Augenzeugen sagen mir, wir hätten uns umarmt. Zum Abschied und so. Ihr wisst ja wie das ist.

Mein Abend war dann auch irgendwann vorbei und ich gehe nach Hause.

Am nächsten Tag habe ich frei. Gut so, denn mein Kopf hat weder durch den Türrahmen, noch in einen Klassenraum gepasst. Aber auf dem Kopfkissen fühlte er sich ganz Wohl.

Dann erinnere ich mich an den Abend. Und an das Mädel. Mit dem Mentholtabak.

Aber: Kein Name, Keine Telefonnummer, Kein nix.

Steinigen, bitte. Jetzt.

Es wird eine Fortsetzung folgen, denn andere waren nicht so ahnungslos wie ich. Solidarisch mit Telefonnummern um sich werfend und so. Aber das erzähle ich euch ein andern Mal.

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