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	<title>nichtsdestotrotz &#187; Aus eigener Feder</title>
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	<description>Rock'n'Roll und alles, was die Jugend sonst noch zerstört</description>
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		<title>Kapitel 1 &#8211; Joshua</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 10:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[06.45 Uhr. Der Wecker klingelt und ich schlage ihn mit einer eleganten Handbewegung in Richtung Wand. Ein neuer grandioser Tag in meinem Leben beginnt also exakt jetzt. Ungefähr so grandios wie die anderen in diesem Jahr und ungefähr so grandios wie Schneeregen beim ersten Date. Dates. Mein letztes erstes Date liegt jetzt genau 237 Tage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>06.45 Uhr. Der Wecker klingelt und ich schlage ihn mit einer eleganten Handbewegung in Richtung<br />
Wand. Ein neuer grandioser Tag in meinem Leben beginnt also exakt jetzt. Ungefähr so grandios<br />
wie die anderen in diesem Jahr und ungefähr so grandios wie Schneeregen beim ersten Date.<br />
Dates. Mein letztes erstes Date liegt jetzt genau 237 Tage zurück und ich könnte mich selbst dafür<br />
ohrfeigen, dass ich immernoch mitzähle. Sie hiess Julia und war eigentlich ganz in Ordnung. Gott,<br />
oder wer auch immer, hatte gute Arbeit geleistet nur was entscheidendes vergessen. Das Gehirn.<br />
Sobald sie mehr als 5 Wörter in eine angemessene Reihenfolge bringen wollte, kam nicht viel bei<br />
rum. Dafür war sie gut im Bett. Zu einem zweiten Date kam es aber trotzdem nicht. Sie hat es nicht<br />
verstanden.</p>
<p>Der Wecker hatte trotz hartem Aufprall nicht aufgehört sein Kreischen zu verbreiten, also stehe ich<br />
auf. Ich stolpere über die Überbleibsel der letzten Nacht und eine leere Flasche Rum rollt unter das<br />
Bett. Ich quäle mich ins Bad und schaue in den Spiegel. „Redest du mit mir“ sage ich leise und<br />
muss traurig lächeln, weil ich mich selbst dabei bemitleide. Das Frühstück lasse ich heute einmal<br />
mehr aus, da in meinem Kühlschrank sowieso gähnende Leere herrscht und auch mein Magen nicht<br />
in dem Zustand ist, in dem er feste Nahrung aufnehmen will.</p>
<p>Alles in allem also ein ganz normaler Morgen im Leben des Joshua Gutenberg. Joshua Gutenberg,<br />
so heisse ich. Nicht besonders spektakulär, aber dennoch irgendwie einzigartig. Joshua, ein<br />
biblischer Name und das obwohl ich seit meinem 14. Geburtstag streng atheistisch lebe. Mit<br />
Überzeugung und ohne den Willen, mich davon jemals wieder abbringen zu lassen. Eine weitere<br />
glückliche Fügung des Schicksals hat mich als Redakteur in eine kleine Lokalzeitung gebracht, wo<br />
ich versuche, meinem Nachnamen alle Ehre zu machen. </p>
<p>Ich bewege mich langsam und so geschmeidig wie ich an diesem Morgen nur sein kann durch die<br />
Wohnung und versuche meine Hose von gestern Abend zu finden. Mit meinem Schlüssel drin.<br />
Sonst endet der Tag noch schlimmer als er bisher begonnen hat. Nicht nur einmal ist mir genau das<br />
passiert. Und wieder muss ich dann zu meiner Ex-Freundin laufen, die immernoch einen Schlüssel<br />
für meine Wohnung hat. Seit sie mir das erste Mal das Geld für den Schlüsseldienst ersparte, habe<br />
ich auch in nächster Zeit nicht vor, ihr diesen wieder abzunehmen. Scheiss auf den Gedanken mit<br />
ihr endlich abzuschliessen und sie endgültig aus meinem Leben zu verbannen. Da muss man auch<br />
mal Egoist sein. Ex-Freundin gegen den geldgeilen Feind, den Schlüsseldienst. Sollte ich mir als<br />
Buchtitel sichern lassen. Klingt interessant und nach &#8220;mehr&#8221;.</p>
<p>In dem Moment schlägt die Tür hinter mir zu. Vorsätzlich, denn den Schlüssel halte ich in der Hand.<br />
Die Hose, gefunden im Gelben Sack in der Küche, hat ihn herausgegeben. Scheint so, als hätte ich<br />
das wieder einmal verwechselt und ich freue mich darauf, heute Abend den stinkenden Plastikmüll<br />
im Wäschekorb zu finden. </p>
<p>Prima. Hast du das auch wieder einmal geschafft, Josh.</p>
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		<title>Möpse, Moppeds und Musik.</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 08:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was heisst &#8216;Orgasmus&#8217; auf Sächsisch?&#8221; &#8211; &#8220;Ferdsch!&#8221; So oder so ähnlich begann unsere Motorrad-Familientour am letzten Freitag. Familientour ist natürlich nur eine schöne Umschreibung für uns harte Kerle. Rocker, wie sie im Buche stehen. Noch schlimmer als Hell&#8217;s Angels und Bandidos zusammen. Nur kennt uns keiner. Auch gut so. Aber mal langsam mit den jungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong>&#8220;Was heisst &#8216;Orgasmus&#8217; auf Sächsisch?&#8221; &#8211; &#8220;Ferdsch!&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">So oder so ähnlich begann unsere Motorrad-Familientour am letzten Freitag. Familientour ist natürlich nur eine schöne Umschreibung für uns harte Kerle. Rocker, wie sie im Buche stehen. Noch schlimmer als Hell&#8217;s Angels und Bandidos zusammen. Nur kennt uns keiner. Auch gut so.</p>
<p style="text-align: left;">Aber mal langsam mit den jungen (Stahl)Pferden. Ich hab ja selbst keins. Beziehungsweise, keins, mit dem ich bei den anderen Motorrädern mithalten könnte. Ich brauch also ne Mufte. Was tiefes, böses. Gereicht hats dann für ne neue 800er Intruder von Suzuki. Chopper in klein. Aber völlig ausreichend für mich. Und so neu, dass sie noch keinen Kilometer weg hat. Aber auch kein Benzin. Da drückt mir der Händler erstmal 20 Euro in die Hand und meint, ich soll erstmal volltanken. Habbich.</p>
<p style="text-align: left;">Irgendwann gehts aber dann los. 6 Motorräder machen sich auf den Weg in Richtung Bad Düben. Großraum Leipzig, ihr wisst schon. Sachsen. 3 Motorräder und ein Begleitfahrzeug kommen später nach. Prima. Also Hahn aufdrehen und vorwärts. Freitag halb zwei. Ihr erinnert euch, was Freitag halb zwei los war? Genau: Podolksi versemmelt nen Elfmeter, Klose lässt sich vom Platz schubbsen und so. Fussball. Für uns hat das den Vorteil, dass die Straßen leer sind, aber den Nachteil, dass wir nix erfahren. Außer unser Harley-Fahrer ganz hinten. Er hat Ohrstöpsel drauf und ich kann ihn manchmal an der Ampel fluchen hören. Lauter als seine Harley blubbert. Und das will was heißen.</p>
<p style="text-align: left;">Zwischenstopp in der Provinz. Bei McDonalds. Sechs Biker rücken ein. Na die gucken nicht schlecht und wir bringen sie dazu, Teile unserer Bestellung am Tisch aufzunehmen. So wünsch ich mir das. Luxus.</p>
<p style="text-align: left;">Gegen 6 schlagen wir in Bad Düben auf. Durstig. Natürlich. Also gibts erstmal nen kühles Blondes. Das haben wir uns aber auch verdient. Kurz danach trifft der Rest ein und ich kann endlich ein Foto machen. Schön sieht das aus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.smikey.de/wp-content/uploads/2010/06/19062010067.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-835" title="Bikes" src="http://www.smikey.de/wp-content/uploads/2010/06/19062010067.jpg" alt="Motorräder am frühen Morgen" width="640" height="480" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Der Abend verläuft wie geplant mit Bier, Schnapps und viel Essen. Mit Vorspeisen, die auch als 3-Gänge-Menü durchgehen könnten. Wahnsinn.</p>
<p style="text-align: left;">Der Samstag geh früh los. Frühstück und ab auf die Bikes. Einmal quer durchs Land. Um 16 Uhr ist Termin in Ferropolis. Vorher muss die Gegend noch unsicher gemacht werden. Also vorwärts.</p>
<p style="text-align: left;">Wir kommen durch idyllische Städte und Dörfer, wo glaubt, dass dort der Krieg womöglich noch nicht vorbei ist. Dafür spricht, dass kleine Kinder am Straßenrand stehen und uns zuwinken, als wären wir die Amerikaner, die die Stadt von den Nazis befreien. Komisches Gefühl, aber irgendwie isses cool. Zurückwinken und hupen. So stell ich mir das vor.</p>
<p style="text-align: left;">Nächster Stützpunkt: Störmthaler See. Der See, an dem das Highfield-Festival dieses Jahr stattfindet. Mit mir. Unter anderem. Da muss man ja vorher mal vorbeischauen. Ist schon idyllisch mit so einem riesigen Kohlekraftwerk im Hintergrund. A propos Kohle. Ferropolis. Stadt aus Eisen und so. Kennt ihr? Superinteressant. Da kannste Macho sein wie du willst, die baggern mehr. Fetzt.</p>
<p style="text-align: left;">Was nicht so sehr fetzt, ist die Motorradtruppe, die nach uns auf dem Parkplatz aufschlägt. Viele Motorräder, heiß und die Herren schon im gesetzteren Alter. Bis dahin alles prima. In dem Alter will ich auch noch Mopped fahren. Aber als sie dann farblich abgestimmte Cappies mit Logo aus den Taschen nehmen, ist der Gipfel der Spiessigkeit erreicht. Sowas geht garnicht.</p>
<p style="text-align: left;">Es geht heimwärts. Abends sollte ja Livemusik sein. Und grillen. Mit Bratwürsten. In Sachsen. Ich bin vorsichtig.</p>
<p style="text-align: left;">Der Chef der Pension hatte vorher angerufen und gefragt, ob wir was gegen eine Veranstaltung am Samstag Abend hätten, weil wir die einzigen Hausgäste waren. (Ist nicht schwer, wir haben alles ausgebucht) Hey, wir sind doch für neues immer offen. Countrymusik? Aber hallo! Essen nur vom Grill und kein a la Carte? Hey, nuklar!</p>
<p style="text-align: left;">Als wir in der Pension ankommen ist der Grill schon angeworfen, die ersten Menschen da und das Bier kühlen. Habens getestet. Prima. Der Abend verläuft gut. Mit Steaks, Musik, Chili-Likör und Kräuterschnapps. Im Wechsel. Alles.</p>
<p style="text-align: left;">Ich setze mich zwischendurch an einen Tisch mit der Dorfjugend. Einfach so. Bin ja offen. Ich unterhalte mich mit einem Mädel und frage irgendwann, wie alt sie ist. &#8220;Schätz doch mal&#8230;&#8221; sagt sie. Schätzen war noch nie mein Ding. &#8220;17, ungefähr&#8230;&#8221; tippe ich. Falsch getippt. 4 Jahre daneben. Ich geh lieber wieder an meinen Tisch.</p>
<p style="text-align: left;">So geht der Abend rum und am Sonntag Morgen trommelt das harte Wasser ziemlich stark auf dem Kopf herum. Jedes Mal das gleiche irgendwie. Aber man lernt nicht draus.</p>
<p style="text-align: left;">Mit müden Augen aufs Motorrad und gen Heimat. Schade eigentlich, dass es schon wieder vorbei ist. Aber schön wars. Wie immer. Und das Motorrad hat mich begeistert. Sobald Geld da ist, wird ne Chopper gekauft. Muahahahaa. Weil ichs kann. Als Biker.</p>
<p style="text-align: left;">Aber was man immer wieder feststellt nach so einem Wochenende: <strong>Motorradfahren ist eine Schweinearbeit. </strong></p>
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		<title>Rotschopfsucht</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 10:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Rote Haare. Ihr wisst es. Ich sage es immer wieder. Ich LIEBE rote Haare. Und Samstag war es wieder soweit. Ich bin ihr verfallen. Dieser Sucht. Ich war bei der Feierstunde zur Jugendweihe meiner kleinen Schwester. Und wenn ich etwas hasse, dann sind es spießige Veranstaltungen mit Hemd und Krawatte und Jacket und so. Wisst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rote Haare. Ihr wisst es. Ich sage es immer wieder. Ich LIEBE rote Haare.</p>
<p>Und Samstag war es wieder soweit. Ich bin ihr verfallen. Dieser Sucht.</p>
<p>Ich war bei der Feierstunde zur Jugendweihe meiner kleinen Schwester. Und wenn ich etwas hasse, dann sind es spießige Veranstaltungen mit Hemd und Krawatte und Jacket und so. Wisst ihr ja. Ich persönlich habe mich auch nur zu einem weißen Rüschenhemd hinreissen lassen, in dem ich natürlich immens schnieke aussah. Und Chucks hatte ich an. CHUCKS! Meine neuen. Mit &#8220;The Clash&#8221; drauf und so.</p>
<p>Naja. Spießige Veranstaltung hin oder her, ich war natürlich dabei, weil ich ein toller großer Bruder bin und der Rest auch da war. Credibility sag ich euch, Credibility. Mehr nicht.</p>
<p>Wenn ich mich an meine Jugendweihe erinnere, war das alles noch viel schlimmer. 400 bis zum umfallen spießig-angezogene Jugendliche, die Durst hatten, waren im Gothaer Kulturhaus versammelt. Grauenhaft. Aber das ist Jahre her. Sieben, um genau zu sein.</p>
<p>Diesmal war alles anders. Nur 16 Jugendliche hatten Jugendweihe. Familiäres Ding, könnte man meinen, war auch so. Prima. Ich komme in den Saal und entdecke rote Haare. Aber keine 0815 roten Haare. Nein. Richtig tolle. An einem tollen Mädel. Und bevor jemand fragt, nein, es war keins von den Mädels die Jugendweihe hatten.</p>
<p>Wie ich später feststellte, war es die Sängerin des Duos, die diese ganze Jugendweihe-Sache untermalen sollten. Und sie sang gut. Und er sang gut. Und sie waren erkältet. Beide. Aber trotzdem grandios. Auch wenn 80% der Menschen, für die die Feierstunde gedacht war,  nämlich die Kinners in den ersten Reihen, die Lieder zum Großteil nicht kannten. Aber ich kannte sie. Und selbst, wenn ich sie nicht gekannt hätte, wäre ich absolut hin und weg gewesen. Rote Haare, niedlich, klasse Stimme und Saxophonistin. Perfekt. Musikerin mit Leib und Seele. Prima. Einmal zum-mitnehmen, bitte.</p>
<p>So oder so ähnlich hab ich meine Meinung zur Musik den beiden dann auch im Gästebuch ihrer Homepage mitgeteilt. Ok, ich habe mich vielleicht etwas gewählter ausgedrückt. Aber die Grundaussage war die gleiche. Hatte nach der Feierstunde einfach keine Zeit, mit den beiden (und besonders mit ihr) zu reden. Familie um mich rum, ihr wisst wie das ist. Keine Rumhurerei am Kaffeetisch!</p>
<p>Aber damit ihr nicht denkt, dass hier wieder alles vorbei ist. Nein. Sie ist nämlich schnieke drauf. Sie hat mich gesucht, gefunden und angeschrieben. Stalkerin. Aber süß. Und Rotschopf.</p>
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		<title>Cover me&#8230;</title>
		<link>http://www.smikey.de/index.php/2010/04/cover-me/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 21:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ladys and Gentleman&#8230; Bruce Springsteen and the E-Street-Band&#8221; Dieser Satz ist der erste, den ich höre, als ich das Haus verlasse. Kippen holen. Oder sowas in der Art. Die Kippen sind nebensächlich. Ich will eigentlich nur eine Runde laufen und nachdenken. Und melancholisch sein. Und das geht nunmal am besten mit Musik im Ohr, nachts, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ladys and Gentleman&#8230; Bruce Springsteen and the E-Street-Band&#8221;</p>
<p>Dieser Satz ist der erste, den ich höre, als ich das Haus verlasse. Kippen holen. Oder sowas in der Art.</p>
<p>Die Kippen sind nebensächlich. Ich will eigentlich nur eine Runde laufen und nachdenken. Und melancholisch sein.</p>
<p>Und das geht nunmal am besten mit Musik im Ohr, nachts, im Regen. Filmreif.</p>
<p>Ich singe mit. Leise und schlecht, aber es ist die Geste die zählt. Es ist immer die Geste, die zählt, nicht nur jetzt, wenn ich durch die Straßen laufe.</p>
<p>Ich komme an deinem Haus vorbei. Ich weiß, du bist da, aber ich traue mich nicht zu klingeln. Oder anzurufen.</p>
<p>Stattdessen laufe ich weiter und singe leise. Ganz leise. Für dich. Ich singe immer für dich, auch wenn ich schon viel länger singe, als ich dich kenne. Es muss für dich sein. Irgendwie.</p>
<p>&#8220;I fell in live with a Jersey Girl&#8221;</p>
<p>Immernoch Springsteen.  Live. Rauh und ehrlich.</p>
<p>Du warst die erste, die ich mit zu einem Konzert nehmen durfte. Und es hat dir gefallen.</p>
<p>Du warst die erste, bei der ich Angst hatte, dass ich sie nicht ganzbeinig durch den Schneesturm bringen könnte. Und ich hab es geschafft.</p>
<p>Und du warst die erste, die ich durch Gummibärchen zum Lächeln gebracht habe. Und es tat gut.</p>
<p>Aber irgendwas fehlt noch. Eine kleine Sache.</p>
<p>Der Mut.</p>
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		<title>Zigaretten fürs Ego</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 10:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war ja im letzten Semester öfters Feiern. Also da bin ich ja voll der Typ für, ihr kennt mich ja. Ich war ja schon immer so ein kleiner Rockstar, auch an der Bar und so. Auf jeden Fall war damals eine Studentenfete angesetzt. Und was macht man zu so einer Studentenfete? Genau. Hingehen. Studentenpartys [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Ich war ja im letzten Semester öfters Feiern. Also da bin ich ja voll der Typ für, ihr kennt mich ja. Ich war ja schon immer so ein kleiner Rockstar, auch an der Bar und so.</strong></em></p>
<p><em><strong>Auf jeden Fall war damals eine Studentenfete angesetzt. Und was macht man zu so einer Studentenfete? Genau. Hingehen. </strong></em></p>
<p>Studentenpartys sind eigentlich immer das gleiche. Das Motto zur Party ist zwar immer anders aber grundsätzlich ist es ja wohl so, dass immer die gleichen Leute im gleichen Club sitzen und das gleiche trinken. Sie sehen nur jedesmal, passend zum Motto, unterschiedlich scheisse aus. Oder eben gut, aber meistens eher dürftig.</p>
<p>Also trinkt man. Und raucht. Und dann trinkt man wieder und im Endeffekt landet man dann im Raucherbereich und raucht und trinkt gleichzeitig. So geht der Abend dahin. Und mit ihm die Zigaretten und das Geld dafür.</p>
<p>Aber man(n) ist ja nicht schüchtern. Ich weiß mir ja zu helfen. Und als ich mich so umschaue, sehe ich ein Mädel auf einer Couch sitzen und sich eine Zigarette drehen. Perfekt. Meine Chance ein wenig charmant rumzuschnorren. Ich geh also hin und frage höflich in einem leicht lallenden Sprachstil, der bestimmt total sexy wirkt, ob ich mir vielleicht auch eine drehen dürfte. Ich durfte, hab ja nett gefragt.</p>
<p>Und dann schaut sie mich an. Auch wenn mir das keiner glaubt, die ganze Kippenfragerei war KEINE Anmache. Das ist plump und so. Garnicht mein Stil und so. Ich wollte wirklich nur eine rauchen. Aber als ich mir das Mädel dann mal genauer angeschaut habe, war ich mir da selbst nicht mehr so sicher.</p>
<p>Rote Haare (ROTE HAARE!!!), Palituch, Piercing, Rock mit Schottenmuster über der Hose und Chucks. CHUCKS. Also wenn irgendetwas ein Indiz für eine coole Frau mit gutem Geschmack und dem ganzen Gebimsel ist, dann sind es diese verdammten Schuhe. OK. Es muss auch alles oberhalb der Knöchel stimmen, aber die Schuhe sind ein Anfang.</p>
<p>Dieses Mädel allerdings war von unten bis oben niedlich. Gut, vielleicht so niedlich, wie ne ganze Menge Bier es aussehen lassen, aber es war definitiv auch nüchtern noch genug Potential da.</p>
<p>Wir drehen und rauchen. Und unterhalten uns. Gut, soweit ich weiß. Ist ja schon ne Weile her. Und ihr wisst ja. Die Gehirnzellen werden nicht mehr. Irgendwann ist aber auch die größte Zigarette zu Ende geraucht (ja, ne Zigarette, Tabak, Paper, Filter, NIX anderes&#8230;) und ich verziehe mich wieder in Richtung Tanzfläche, Bar, Menschen, weiß der Teufel. Aber irgendwie scheine ich ihr den ganzen Rest des Abends (zufällig?) über den Weg zu laufen und jedesmal nett angelächelt zu werden. Prima.</p>
<p>Es wird weitergefeiert, immer wieder unterbrochen von einem netten Lächeln beim Vorbeigehen. Steinigen könnt ihr mich. Bitte. Jetzt. Ich hab es einfach nicht geschnallt. Betrunken und so.</p>
<p>Am Ende (ihres) Abends kommt sie ein letztes Mal auf mich zu und sagt, dass sie jetzt nach Hause geht. Aha. So ist das also. Meine Erinnerung und ein paar halbwegs glaubhafte Augenzeugen sagen mir, wir hätten uns umarmt. Zum Abschied und so. Ihr wisst ja wie das ist.</p>
<p>Mein Abend war dann auch irgendwann vorbei und ich gehe nach Hause.</p>
<p>Am nächsten Tag habe ich frei. Gut so, denn mein Kopf hat weder durch den Türrahmen, noch in einen Klassenraum gepasst. Aber auf dem Kopfkissen fühlte er sich ganz Wohl.</p>
<p>Dann erinnere ich mich an den Abend. Und an das Mädel. Mit dem Mentholtabak.</p>
<p>Aber: Kein Name, Keine Telefonnummer, Kein nix.</p>
<p>Steinigen, bitte. Jetzt.</p>
<p><em><strong>Es wird eine Fortsetzung folgen, denn andere waren nicht so ahnungslos wie ich. Solidarisch mit Telefonnummern um sich werfend und so. Aber das erzähle ich euch ein andern Mal.</strong></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwester? Tupfer!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 10:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Hab in letzter Zeit viele Geschichten aus dem Krankenhaus gelesen und da fiel mir ein, hach, da haste doch auch so einiges erlebt. Also mal abgesehen von den zuletzt beschriebenen Aktionen im Warteraum der Arztpraxis. Es muss im Sommer 2007 gewesen sein. So kurz nach den Festivals, etwas länger nach dem Abi, aber doch noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Hab in letzter Zeit viele Geschichten aus dem Krankenhaus gelesen und da fiel mir ein, hach, da haste doch auch so einiges erlebt. Also mal abgesehen von den zuletzt beschriebenen Aktionen im Warteraum der Arztpraxis. </strong></em></p>
<p>Es muss im Sommer 2007 gewesen sein. So kurz nach den Festivals, etwas länger nach dem Abi, aber doch noch kurz vor dem Studium. Ich hatte mich entschlossen, mir freiwillig ein Zimmer in einem Krankenhaus zu nehmen. Naja.. Mehr oder weniger freiwillig, nachdem ich mich ja ein Jahr zuvor bravurös mit dem Motorrad auf die Fresse gelegt hab und mein Bein das alles andere als entspannend fand. Befund: Spiralbruch.</p>
<p>Und nun war es soweit, mir einen monstermäßigen Titannagel wieder aus dem Bein zu ziehen, den sie mir da reingepflanzt hatten. Zeitlich passte es perfekt, also nahm ich mir ne Woche und begab mich ins Krankenhaus.</p>
<p>Die OP lief wie immer prima. Ich bin ja schmerzfrei was Narkosemittel angeht. Ich seh die Nadel im Arm verschwinden und weg bin ich. Vorbildlicher Patient und so. Kann ja nicht jeder von sich behaupten. Allerdings werd ich aber gleich nervig, wenn ich wieder aufwache&#8230; Wer weiß ob der letzte Stich zum Vernähen der Wunde schon gemacht ist, aber ich hab den Doc gleich gefragt, ob alles gut gelaufen ist. Ich bin ja im Stress. Muss ja laufen und so. Und Motorrad fahren.</p>
<p>Apropos Motorradfahren. Da hat man ja sowieso nen beschissenen Stand im Krankenhaus. Da kannste nen Husten haben und es werden trotzdem Witze gemacht. Jeden Morgen. Visite. Ich mein, niemand ist jemals wirklich wach in einem Krankenhaus. Und da kann man auch nicht gut kontern, wenn der Arzt jeden Morgen aufs Neue fragt, wie es denn dem &#8220;potentiellen Organspender&#8221; denn heute geht. Da kann man nur doof grinsen und hoffen, dass die niedlichen Krankenschwestern nur über den Witz lachen und nicht über dich.</p>
<p>Niedliche Krankenschwestern gibts ja sowieso nicht wie Sand am Meer. Das ist eine Lüge der Fernsehindustrie, damit die Leute lieber ins Krankenhaus gehen. Zum Großteil sind die Schwestern alt, dick und mit Damenbart ausgestattet. Ich mein, es muss ja nicht gerade Tara Reid als Krankenschwester unterwegs sein, aber bitte, mir gehts da drin eh schon beschissen.  Meist jedenfalls. Ausser man hat eben süße Krankenschwestern.</p>
<p>Oder Krankenschwesterazubinen. Und dazu Zivis. Dann ist alles prima. Ich lieg nachmittags in meinem Bett rum (was will man auch machen, wenn man nicht laufen kann) und warte auf die Dinge die da kommen. Essen, Besuch, die Müdigkeit. Aber neheeheee. Da kommt ein Zivi mit dazugehöriger Krankenschwesterazubine rein. Niedlich. Richtig niedlich. Also die Azubine, nicht der Zivi.</p>
<p>Er gesellt sich an mein Ohr und misst meine Temperatur. Die Azubine beginnt parallel dazu, meinen Puls zu messen. Zivi ist als erster fertig. Geht ja auch schneller mit diesen elektronischen Piepsdingern. Er geht gleich zum nächsten Tagesordnungspunkt über:</p>
<p>&#8220;<strong>Na Herr Kehler, heute schon schön gekackt?&#8221;</strong></p>
<p>Ich muss grinsen. Ich kenne den Zivi. Er spielt mit mir in einer Band und wir kennen uns seit Jahren. Aber das weiß ja die Azubine nicht. Die ist komplett durcheinander und schaut uns mit panischem Gesicht an. Den Zivi, ob er noch alle Tassen im Schrank hat und mich, ob ich überhaupt zugehört habe, wie er mit mir spricht. Mein Kumpel entspannt die Situation. &#8220;Keine Angst, das istn Kumpel von mir&#8230; Und.. Wo liegt der Puls?&#8221;</p>
<p>Puls. Achja. Den sollte sie ja messen. Wurde aber durch unsere Konversation durcheinandergebracht. &#8220;Ähm. Der Puls. Hrm.. Schreib was normales auf. Ich bin durcheinander.&#8221;</p>
<p>Pulsmessen kann man aber auch auf noch originellere Weise durchziehen. Zum Beispiel während man an einem anderen Nachmittag so in meinem Krankenbett liegt und vor sich hin döst. Schlafen ist ja eh der einzig sinnvolle Zeitvertreib im Krankenhaus. Ich liege also da und schlummere vor mich hin. Plötzlich springt die Tür auf und eine (nicht ganz so niedliche) Krankenschwester kommt rein. &#8220;Ich will nur kurz Temperatur und Puls messen&#8221;. Und ich will schlafen, denk ich mir. Schlafen. Knallhart hat sie mich aus dem Schlaf gerissen. Ich bin immernoch zu Tode erschreckt, als sie beginnt, meinen Puls zu fühlen.</p>
<p>&#8220;Der ist aber ganz schön hoch, Herr Kehler. Gehts Ihnen gut?&#8221;</p>
<p>Bestens, gute Frau, bestens.</p>
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		<title>Kopf auf Metall</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 07:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab letztens irgendwie irgendwo mal was über Schlafwandeln gelesen. Bin ja eigentlich nicht der Typ dafür. Aber ich kann mich leider genau an eine Situation erinnern, in der es mich auch nachts übermannt hat. Mit blutigem Ausgang. Es muss so vor 8 Jahren gewesen sein. Oder 9. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Ich hab letztens irgendwie irgendwo mal was über Schlafwandeln gelesen. Bin ja eigentlich nicht der Typ dafür. Aber ich kann mich leider genau an eine Situation erinnern, in der es mich auch nachts übermannt hat. Mit blutigem Ausgang.</em></strong></p>
<p>Es muss so vor 8 Jahren gewesen sein. Oder 9. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Mein Vater war auf Dienstreise und ich verbrachte die Woche zusammen mit meinem Bruder bei unserer Oma. Ich schlief nicht gut. Das Haus, welches ich seit frühester Kindheit kannte, hatte immer diese typischen Haus-Macken. Klappern, Knirschen, Pfeifen&#8230; Immerhin ist es ein altes Haus und Wind und so tun ihr übriges dazu, sich da als Kind nicht gerade sicher zu fühlen.</p>
<p>Mein Bruder und ich schliefen gemeinsam in einem Doppelbett. In der ersten Nacht lief alles prima. Einschlafen, aufwachen und zu Schule gehen. Kein Problem. Bin ja schon groß. Aber in der zweiten Nacht passierte die erste Ungereimtheit. Eingeschlafen, aufgewacht. Aber auf der falschen Seite des Bettes. Mein Bruder lag plötzlich links von mir und nicht, wie am Abend vorher, rechts. Ich gebe zu ich war verdutzt, dachte aber nicht weiter darüber nach. Wird schon alles seine Richtigkeit haben.</p>
<p>In der nächsten Nacht lief irgendetwas ganz gehörig schief. Ich weiß nicht warum ich mich so gut an das Schlafwandeln erinnern kann, aber ich kann es. Ich wachte mitten in der Nacht auf. Und aus unerfindlichen Gründen stand ich auf und lief los. Richtung Wand. Einfach so darauf zu. Ohne Ziel und ohne irgendein Ergebnis zu erwarten.</p>
<p>Dann passierte es. Ich stolperte über einen Stuhl und fiel nach vorne. Ich stieß mir den Kopf an der Dachschräge und schlug dann auf der Heizung auf. Nicht, dass die Heizung so eine tolle grillähnliche Abdeckung der zwei Teile hatte. Neheheheee. Es war eine alte Heizung an der die zwei Heizkörperteile gefährlich Spitz nach oben zuliefen. Und ich schlug drauf. Mit der Lippe. Volles Ballett. Tat ganz schön weh, aber im Taumel der Nacht schien mir das nichts auszumachen. Ich legte mich wieder in mein Bett.</p>
<p>Stunden später wachte ich durch ein feuchtes Gefühl an meinem Oberkörper auf. Ich machte das Licht an und sah mich um. Ich sag euch. Ein mafioser Akt von SchweineKopfInBettenLegen macht eine kleinere Sauerei als ich in dieser Nacht. Blutflecken sind gar kein Ausdruck. Mein ganzer Oberkörper war voller Blut und mein Gesicht geschwollen.</p>
<p>Nachdem ich mich in Bad gesäubert hatte konnte ich wieder seelenruhig schlafen. Vielleicht auch auf Grund des Blutmangels im Körper&#8230;</p>
<p>Auf jeden Fall scheint sogar mein Unterbewusstsein davon überzeugt worden zu sein, dass Schlafwandeln nicht so die Perfektion für den Sohn meines Vaters ist. Und die Narbe hab ich auch noch. Ich sag immer, ich hab mich geprügelt. Die Wahrheit ist einfach zu peinlich.</p>
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		<title>Abdrücke</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 15:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist der Beitrag, mit dem ich am Samstag die Bloglesung eröffnet habe. Bisher habe ich es nicht übers Herz gebracht, ohne zu veröffentlichen, aber durch die positive Resonanz auf den gelesenen Text habe ich mich doch dafür entschieden. Und hier ist er. Ich laufe einfach los. Ich hab die Tür hinter mir zufallen lassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Dies ist der Beitrag, mit dem ich am Samstag die Bloglesung eröffnet habe. Bisher habe ich es nicht übers Herz gebracht, ohne zu veröffentlichen, aber durch die positive Resonanz auf den gelesenen Text habe ich mich doch dafür entschieden. Und hier ist er.</strong></em></p>
<p>Ich laufe einfach los. Ich hab die Tür hinter mir zufallen lassen und der Knall hat meine Gedanken freigesprengt. Die Enge des Hauses hat mich eingesperrt. In seinem Zimmer zu sitzen und sich nicht daheim zu fühlen ist grausam. Hier draußen fühle ich mich frei und die Gedanken schwingen von Laterne zu Laterne, während ich die Straße entlang gehe. Es schneit. Es schneit so sehr, dass innerhalb von Minuten alles von einer weißen, glitzernden Schicht bedeckt ist. Alles, außer Fußabdrücke. Meine Fußabdrücke. Es ist viele Jahre her, dass ich sie hier hinterlassen habe. Mit einem Stechen in der Brust wandere ich sie jeden Tag entlang. Sie führen von hier weg aber sie kehren nie zurück, genauso wie auch ich nie zurückgekehrt bin.</p>
<p>Aber als ich das hier damals alles verlassen habe, habe ich mein Herz mitgenommen. Und es irgendwo auf dem Weg verloren. Nun bin ich zurück ohne mich geborgen zu fühlen.<br />
<em><br />
Home is where your heart is</em> und meins ist irgendwie nicht hier. Nicht an dem Ort, an dem ich es lassen wollte um einen Grund zu haben, zurück zu kommen.</p>
<p>Ich schaue mich um und versuche zu erkennen, warum mir das, was mir vertraut und geliebt vorkommen sollte, so fremd erscheint. Überall sehe ich Menschen, die ich kennen und lieben sollte, aber nichts davon ist der Fall. Ich sehe ihnen zu wie sie ihr Leben leben und fühle mich zwischen ihnen trotzdem allein. Ich habe sie um mich herum und bin trotzdem nicht glücklich. Ich vermisse die Freunde, die ich in den letzten Jahren kennen und lieben gelernt habe. Freunde, die mich begleitet haben und mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin. Diese fehlen nun und ich bin zurück um hier alte Freunde wieder neu zu finden. Ich lerne sie wieder kennen. Und zwar auf eine andere Weise, als ich sie damals kennengelernt und gemocht habe. Und komischerweise es tut gut. Das erneute Kennenlernen vermittelt das Gefühl von Wärme und ich sehe Dinge in einem Licht, an welches ich nie zu glauben gewagt habe.</p>
<p>Ich lerne Menschen kennen, dich seit Ewigkeiten kenne, aber sie nie wirklich wahrgenommen habe. Und ich mag sie. Und das ist ein großartiges Gefühl.</p>
<p>Andere, die ich damals gebraucht habe und die mir Geborgenheit geschenkt haben, haben sich verändert. Auch ich habe mich verändert. Aber in eine andere, falsche Richtung. Oder ist es andersherum? Ist es so, dass hier alles falsch gelaufen ist und ich alles richtig gemacht habe? Während mir die Schneeflocken ins Gesicht peitschen, merke ich, dass beide Sichtweisen durchaus ihren Funken Wahrheit beinhalten müssen. Es ist eben alles anders geblieben und jeder hat seinen Weg gewählt. Auch ich habe meinen gewählt und muss nun feststellen, dass ich mein Ziel aber noch lange nicht erreicht habe.</p>
<p>Langsam bin ich auf dem Rückweg meines Spaziergangs und es schneit immernoch. Ich weiß schon gar nicht mehr, warum ich das Haus überhaupt verlassen habe. Aber es war richtig. Ich glaube alles war richtig. Alles was geschehen ist und wie ich bis hierher gekommen bin. Jeder geht seinen Weg und das hier ist meiner. Als ich vor meiner Haustür ankomme, merke ich, dass ich etwas hinterlassen habe.</p>
<p>Fußabdrücke, die nicht mehr nur von hier weg führen. Ich hinterlasse Abdrücke, die nach Hause führen. In das Hier und Jetzt.</p>
<p><em>Home is where your heart is</em> und meins ist wieder da wo es hingehört.</p>
<p>Hier.</p>
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		<title>Blinken im Frühling</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 06:28:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>
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		<description><![CDATA[Es blinkt und mein Herz fängt wieder einmal an, schneller zu klopfen. OK, es ist nur das Fenster vom InstantMessenger auf meinem Laptop, dass mich so in helle Aufregung versetzt. Ein leises &#8220;Huhu&#8221; springt mir entgegen und ich weiß, welcher Name vor dem Doppelpunkt steht. Und ich freue mich. Mein Herz hüpft herum, wie bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es blinkt und mein Herz fängt wieder einmal an, schneller zu klopfen. OK, es ist nur das Fenster vom InstantMessenger auf meinem Laptop, dass mich so in helle Aufregung versetzt. Ein leises &#8220;Huhu&#8221; springt mir entgegen und ich weiß, welcher Name vor dem Doppelpunkt steht. Und ich freue mich. Mein Herz hüpft herum, wie bei einem Kind, wenn es das erste Mal länger aufbleiben darf.</p>
<p>Und es tut gut.</p>
<p>Irgendwie ist es naiv und teenagerlike über jeden Satz von ihr nachzudenken und zu versuchen, irgendetwas hinein zu interpretieren. Interpretiert man pessimistisch, ist man sowieso im Arsch. Und interpretiert man zu optimistisch, dann kommt irgendwann der große Knall. Am besten man macht das, was man als Mann immer macht. Lesen und abnicken. Nicht bewerten, erstmal nur hinnehmen.</p>
<p>Ich denke trotzdem nach. Über alles. Mal opti- mal pessimistischer. Der Masterplan.</p>
<p>Denn irgendwie ist er da. Er kam ganz plötzlich und nun ist er da. Mit Schmackes angekommen im neuen Jahr. Der Frühling. Wenn ich aus dem Fenster meines unaufgeräumten Zimmers blicke, grinst mich etwas an. Die Sonne. Sie grinst so sehr, dass sogar ich zurückgrinsen muss, weil es einfach gut tut, von ihr angelächelt zu werden.</p>
<p>Denn ich habe einen neuen Versuch gestartet. Einen Versuch, einen Teil meines Lebens wieder in eine geordnete Bahn zu bringen. Gut, Single sein kann auch relativ geordnet ablaufen und eine Beziehung kann auch durchaus im totalen Chaos enden. Aber ich denke ihr wisst was ich meine. Endorphine und so. Körpereigen.</p>
<p>Ich spüre keinen Hauch von Frühjahrsmüdigkeit. Ich bin wach. Und endorphiniert.</p>
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		<title>Hallenspiel (Der Tragödie zweiter Teil)</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 19:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Smikey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus eigener Feder]]></category>

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		<description><![CDATA[Er legt die Gitarre aus der Hand. Alte Klänge, die durch den Raum geflutet wurden. Von ihm und dem Radio. So alt, dass sie nur noch selten wieder den Weg in sein Ohr und das unbestimmte komische etwas dazwischen finden. Damals, als diese Klänge noch durch den mit Bildern behangenen Wänden des kleines Raumes am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er legt die Gitarre aus der Hand. Alte Klänge, die durch den Raum geflutet wurden. Von ihm und dem Radio. So alt, dass sie nur noch selten wieder den Weg in sein Ohr und das unbestimmte komische etwas dazwischen finden. Damals, als diese Klänge noch durch den mit Bildern behangenen Wänden des kleines Raumes am Ende der Stadt hallten, hatte er gewonnen. Er hatte es geschafft, die zwei wichtigsten Dinge seines Lebens oder besser die, die es werden sollten, unter einen Hut zu bringen. Die Musik und die Liebe.</p>
<p>Sie waren wie Brüder, auch wenn er diese Formulierung nicht mag, weil sie zu kitschig klingt.  Aber sie waren es. Brüder, die alles teilten. Freud und Leid, gute Laune und die andere Seite. Der Tisch voller leerer Flaschen und Chipstüten auf den großen Boxen, wo die Musik heraussprudelt. Ihre Musik. Die Musik, welche sie ersinnen, wärend sie mit Gänseblümchen im Mund und eine Flasche in der Hand neben ihren besseren Hälften und den anderen noch besseren Hälften lagen. Im Sommer.</p>
<p>Und sie wussten, es war richtig.</p>
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