[Gastbeitrag] Neulich im “Kampf gegen den Benzinpreis”

Filed under: Allgemein,Externes,Gedankenwelt — Smikey @ 09:45

Ehrlich mal, Leute, ich habe es satt, ständig Massenmails zu bekommen. Neulich wieder Vorschläge, den Preis für einen Liter 98%iges Oktanisomer 2,2,4-Trimethylpentan zu senken. Letztes Jahr hieß es doch noch, einen Tag nicht zu tanken. Das hat die Lobby interessiert wie das Liebesleben der Nilpferde bei Niedrigwasser. Getankt wird genau so wie immer. Dabei sag ich doch immer, wer Sahne will, muss Kühe schütteln. Sind nicht immer die Prediger am lautesten, die meinen, dass die Preise zu hoch sind, diejenigen, die mit dem Auto ins Fitnessstudio fahren? Das ist meiner Meinung nach genau so scheinheilig wie die Grünen, die Propagandamaterialien auf einem Hochglanzflyer verteilen.

Aktuell hält sich da die Forderung, “Für den Rest des Jahres, KEIN BENZIN MEHR KAUFEN von den 3 größten Gesellschaften TOTAL, ARAL und SHELL!”. Natürlich. Ich tanke im Kaufland. Die haben bestimmt den Sprit der Marke K-Klassik. Gutes kann so günstig sein. Wen interessiert es da, ob hinten auf dem Tankbeleg nicht doch blass Total aufgedruckt ist. Entweder ganz oder gar nicht, es gibt ja auch nicht ein bisschen schwanger.

Zum Schluss noch ein Appell an alle, die dümmer sind als 10 Meter Feldweg… Das für die Ökosteuer gezahlte Geld bleibt in der heimischen Volkswirtschaft und senkt die Lohnnebenkosten. Wer wirklich etwas bewirken will, soll gefälligst energiesparend fahren, Fahrgemeinschaften bilden und auf Kurzstecken das Fahrrad nutzen. Das hilft vielleicht dann auch gegen die Blutarmut im Gehirn…

Dieser Text ist wieder einmal nicht von mir. Ich stimme nicht grundsätzlich allem zu, aber im Großen und Ganzen hat er schon recht. Aber mir ist der Benzinpreis eh egal, ich tank immer für 30 Euro.

Cover me…

Filed under: Aus eigener Feder,Gedankenwelt,Musikalisches — Smikey @ 22:25

“Ladys and Gentleman… Bruce Springsteen and the E-Street-Band”

Dieser Satz ist der erste, den ich höre, als ich das Haus verlasse. Kippen holen. Oder sowas in der Art.

Die Kippen sind nebensächlich. Ich will eigentlich nur eine Runde laufen und nachdenken. Und melancholisch sein.

Und das geht nunmal am besten mit Musik im Ohr, nachts, im Regen. Filmreif.

Ich singe mit. Leise und schlecht, aber es ist die Geste die zählt. Es ist immer die Geste, die zählt, nicht nur jetzt, wenn ich durch die Straßen laufe.

Ich komme an deinem Haus vorbei. Ich weiß, du bist da, aber ich traue mich nicht zu klingeln. Oder anzurufen.

Stattdessen laufe ich weiter und singe leise. Ganz leise. Für dich. Ich singe immer für dich, auch wenn ich schon viel länger singe, als ich dich kenne. Es muss für dich sein. Irgendwie.

“I fell in live with a Jersey Girl”

Immernoch Springsteen. Live. Rauh und ehrlich.

Du warst die erste, die ich mit zu einem Konzert nehmen durfte. Und es hat dir gefallen.

Du warst die erste, bei der ich Angst hatte, dass ich sie nicht ganzbeinig durch den Schneesturm bringen könnte. Und ich hab es geschafft.

Und du warst die erste, die ich durch Gummibärchen zum Lächeln gebracht habe. Und es tat gut.

Aber irgendwas fehlt noch. Eine kleine Sache.

Der Mut.

Durch Zufall (getrennt)?

Filed under: Allgemein — Smikey @ 17:33

Als ich am Wochenden nach einer CD suchte, mit der ich meine Anlage füttern kann, fiel mir das “Am Ende der Sonne”-Album von Farin Urlaub in die Hände. “Warum eigentlich nicht?”, dachte ich mir, “Haste ja schon länger nicht mehr gehört”.

Und dann fällt es mir ein. “Länger” ist nämlich leicht untertrieben. Es war fast auf den Tag genau 5 Jahre her, dass ich diese CD das erste und das letzte mal gehört habe.

Es war Oster-Dienstag im Jahr 2005. Ich weiß es deshalb so genau, weil die CD an diesem Tag veröffentlicht wurde und ich sie in meinen Händen hielt. Das ist zwar der Grund für das erstmalige hören, aber nicht der für das letztmalige. Das war ein anderer.

Ich wurde verlassen. Beziehungstechnisch. Das erste Mal in meinem Leben. Am 29.03.2005. Na wenn das mal kein Zufall ist. Oder Schicksal. Oder irgendwas anderes krasses Überirdisches.

Es war Osterdienstag und ich kam vom StandardBesuch bei meinen Großeltern zurück. Und da ja Ferien waren und Dienstag und so, trafen wir uns natürlich an unserem Treffpunkt. Der Turnhalle mit Blick auf die Tanke.

Alle waren da. Die Bandkumpels, deren Freundinnen und meine Freundin. Also, das dachte ich zumindest. Ich begrüßte alle, da ich als letzter ankam. Und als Finale begrüßte ich meine Freundin. Nur sie begrüßte mich irgendwie nicht so herzlich, wie ich das eigentlich erwartet und gehofft hatte. Sie nahm mich an die Hand und führte mich ein paar Meter von den anderen weg.

“Du, ich muss mit dir reden. Also, das mit uns…”… Sie fing an zu reden. Doch das nächste was ich weiß, war mein Ausruf: “Wurst? Los. Wir müssen Bier holen! Viel Bier!”

An mehr erinnere ich mich von diesem Abend nicht. Ich weiß nur, dass ich irgendwann daheim war und die ganze Nacht eben dieses FarinUrlaub-Album gehört habe. Die ganze verdammte Nacht. Und ich hab damals mein erstes Lied geschrieben. “In Your Eyes” heißt es und ich überlege gerade in diesem Moment, ob das noch irgendwo herumliegt.

Und weil es mir nach Beenden des Liedes, also so gegen 5 Uhr plötzlich wieder richtig gut ging, schrieb ich noch ein Lied. Über Bananenjoghurt. Krass. Wie ich das wieder gemacht habe.

Und so kam es, dass ich das Album “Am Ende der Sonne” 5 Jahre lang nicht in den CD-Player geschmissen habe. Ich glaube, ich habe seitdem insgesamt recht wenig Farin Urlaub gehört. Verrückt. Hätte gerne auch ne andere CD sein können. Eine, die es sowieso nicht wert ist, gehört zu werden. Aber Farin Urlaub? Das hätte echt nicht sein müssen.

Zum Glück ist das jetzt vorbei. Ich kanns wieder hören. Und sie ist immernoch gut. Die CD.

Vier lange Jahre… (Blogsday)

Filed under: Allgemein,Erlebtes — Smikey @ 10:09

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Mein Blog feiert heute seinen 4. Geburtstag… Den VIERTEN. Wie krass ist das denn?

Es ist wieder viel passiert im letzten Jahr, blogtechnisch wie lebenstechnisch. Ich war im letzten Jahr bei einer sehr guten Bloglesung in Jena, hab mich weiter in der Blogosphäre rumgetrieben, Menschen kennengelernt und neue Geschichten geschrieben. Und vor zwei Wochen war ich auf dem Bloggertreffen in Karlsruhe. Boah, war das doch fantastisch, grandios und perfektiös und so. 11 Mojitos hab ich zwar nicht in mich reingebechert, sowas überlasse ich anderen. Aber ich hatte viel Spaß und das, obwohl ich der Jungspund an dem Abend war.

Auch mein #rumhuren-Trend hat sich weiter verbreitet und wird mir bald ermöglichen, die Menschheit zu einer irrsinnigen Orgie zu verdammen. Und niemand kann mich mehr daran hindern. Denn ich werde weitermachen. Jahrelang.

Und warum? Weil ich es kann.

Und mit was? Mit Recht.

Retter in der Not

Filed under: Allgemein,Erlebtes,Gedankenwelt — Smikey @ 14:17

Dieses Wochenende war perfekt. Das kann ich schonmal von Anfang an sagen.

Freitag waren die “Rocktigers” bei uns im Festzelt. Guter CoverRock und echt nette Typen. Ich war begeistert. Aber als dann feststand, dass ich die komplette Nacht im Zelt verbringen würde zwecks Zeltwache, war meine Stimmung eher nicht mehr so pralle.

Dafür konnte der Samstag dann in seiner vollen Pracht auftrumpfen. Also so richtig. Mit der vollen Breitseite und so. Aber mal langsam:
Nachdem ich nach der Zeltwache morgens um 9 am Frühstückstisch saß und meine Geschwister mich fragten, wann ich heimgekommen bin, konnte ich natürlich nur mit einem coolen “gerade eben” antworten. Danach war die Konversation für mich vorbei und ich bin im Bett verschwunden. Bis um 5. Ungefähr. Glaube ich.

Dann war wieder schickmachen angesagt, denn der Abend sollte etwas ganz besonderes werden. Also mal abgesehen von dem, was ich nicht geplant hatte.

“Grill’n'Chill” stand auf dem Plan. “Scharf essen und heiß feiern”. Na wenn das nicht perfekt klingt. Speißen, die einem die Tränen in die Augen treiben und dazu gute Musik zum Tanzen.
Ich tanze ja nicht gerne. Also eigentlich. Und uneigentlich auch. Jedenfalls keinen Paartanz im Festzelt und so. Aber es kam anders.

Ich stand gemütlich am Tisch und versorgte meinen Magen und mein Gemüt mit Fleisch und Wodka-O. In Massen. Beides. Und Obstler. Und plötzlich stand sie neben mir. Die kleine Schwester meiner alten Klassenkameradin. Klein, süß und lieb. So wie ich es mag. Ich hatte mir vor einem Jahr mal eine Weile geschrieben, es war dann aber ein wenig abgeflaut. Aber nun stand sie da, grinste mich an, und winkte mich zu sich hinüber.

“Na, kennste mich noch?” – Doofe Frage, dieses Gesicht kann man doch garnicht vergessen. Wir plauderten eine Weile und dann fragte sie, ob ich mal mit ihr tanzen würde. Nunja. Tanzen. Im Festzelt. Nicht so meine Tasse Wurst. Also sagte ich erstmal “Nein” und lies sie ein wenig betteln. Ich bin gemein, ich weiß, aber ich finde es so viel lustiger. Letztendlich sagte ich, dass sie mich gerne in einer Stunde nochmal fragen kann und verschwand in der Menge.

Fünf Minuten später stand sie wieder auf der Matte und fragte, ob die Stunde denn nicht schon rum sei. War sie nicht, aber ich wollte sie nicht nochmal abblitzen lassen. Ich hatte ja genug getrunken, so dass mir die Peinlichkeit des angeblichen Nicht-Tanzen-Könnens reichlich egal war.

Wir tanzten. Wir tanzten gut. Und sie sagte mir das auch mehrmals. Und sie erzählte mir noch ne ganze Menge mehr. Man kann sagen, dass es Spaß machte. Richtig viel Spaß. Ich mein, wer hat keinen Spaß, wenn er mit einem süßen Mädel in einem leichten Rausch (ob mit oder ohne Hilfsmittel) zu Ute Freudenbergs “Jugendliebe” tanzt. Das ist Klischee deluxe.
Irgendwann ist aber auch das längste Lied zu Ende und wir gingen wieder unserer Wege.

Bis sie nach 20min wieder neben mir stand. Mit der Bitte um Rettung. Vor einem Typen, der so betrunken war, dass er wahrscheinlich nicht mal mehr gemerkt hat, dass sie ihn nicht mag. Schmerzresistent und so. Ich sollte nochmal tanzen. Gerne. Hallo? Die ganze Nacht wenn es sein muss.
Also: 2. Tanz mit noch mehr Unterhaltung und vermindertem Körperabstand. Ihr Lächeln war perfekt, auch wenn sie es selbst nicht mag. Sagt sie. Ich sag was anderes.

Später kam ihre große Schwester, meine alte Klassenkameradin, vorbei und bat mich um einen Tanz. “Ich kann ja nicht zulassen, dass du nur mit meiner kleinen Schwester tanzt…”
Aha. Ich könnte das schon zulassen. Aber ich bin ja nett und deswegen tanze ich auch mit ihr. Aber nicht gut. Rythmusgefühl lag wahrscheinlich noch daheim und die Unterhaltung war auch eher dürftig. Allerdings hatte ich auch keinen richtigen Elan. Den hatte ich erst, als ihre kleine Schwester sie wieder abklatschte. Besserer Tanzstil, Rythmus, Lächeln und so. Prima.

Der Abend ging vorbei und ich stand an der Theke. Und wer kommt vorbei um sich zu verabschieden? Genau. Die beiden Schwestern. Die große verabschiedete sich, die kleine verabschiedete sich und fragte nach meiner Telefonnummer. Hey. Wer, wenn nicht sie, sollte diese Nummer kriegen. Ich flüsterte ihr noch eine Nettigkeit ins Ohr und schon verschwanden sie.

Der perfekte Abend.

Gestern war ja dann Valentinstag. Und da ich dieses Mal noch keine Rosen zu verschenken hatte, wünschte ich ihr netterweise per SMS einen schönen Valentinstag, woraus sich eine SMS-Orgie entwickelte. Ich hatte ja Zeit. Ich saß gestern Abend immerhin in der Kneipe zum Abschlussessen für ein gelungenes Wochenende. Und die Kellnerin war die Mutter der beiden Schwestern. Hätte sie gewusst, dass ich nebenbei die ganze Zeit mit ihrer Tochter flirte, wäre sie vielleicht freundlicher gewesen. Oder vielleicht auch nicht. Wer weiß.

Fazit der Unterhaltung: Wir sind uns beide sympathisch, können zusammen tanzen und dass ich Retter in der Not war, als ich sie vor dem betrunkenen Typen beschützte, machte mich zum i-Tüpfelchen ihres Abends.

Klingt prima? War prima.

So. Jetzt wisst ihr, dass ich doch auch Happy Ends schreiben kann. Und auch erleben. Ich bin immernoch total durch den Wind. Ein perfektes Wochenende. Stand ja auch im Horoskop.

Bloggertreffen am 20.02.

Filed under: Allgemeines — Smikey @ 21:04
bloggertreffen

Es ist Bloggertreffen. In Karlsruhe. Ok, ich gebe zu, nicht gerade in meiner Nähe, aber ich wurde eingeladen. Und deswegen gehe ich hin.

Und weil ich ja das Angenehme gerne mit dem Angenehmen verbinde, werde ich das gesamte Wochenende bei einer Freundin verbringen. Ich fahre also ganz alleine in den Westen, treibe mich in einer großen bösen Stadt rum und lerne einen Haufen Leute kennen. Und dann gehen wir auch noch zum Mexikaner. Boah. Das klingt nach der absoluten Perfektion, oder?

Ich werde zwar den Altersdurchschnitt drücken, weil ich mal wieder der Jungspund in der Gruppe bin, aber ich denke das kriege ich schon hin. Bin ja freundlich und von Natur aus mit einem sonnigen Gemüt gesegnet.

Es wird elitär, es wird grandios, es wird perfekt, es wird feucht und fröhlich. Und mitten drin: Ich.

Zigaretten fürs Ego

Filed under: Allgemeines,Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 11:23

Ich war ja im letzten Semester öfters Feiern. Also da bin ich ja voll der Typ für, ihr kennt mich ja. Ich war ja schon immer so ein kleiner Rockstar, auch an der Bar und so.

Auf jeden Fall war damals eine Studentenfete angesetzt. Und was macht man zu so einer Studentenfete? Genau. Hingehen.

Studentenpartys sind eigentlich immer das gleiche. Das Motto zur Party ist zwar immer anders aber grundsätzlich ist es ja wohl so, dass immer die gleichen Leute im gleichen Club sitzen und das gleiche trinken. Sie sehen nur jedesmal, passend zum Motto, unterschiedlich scheisse aus. Oder eben gut, aber meistens eher dürftig.

Also trinkt man. Und raucht. Und dann trinkt man wieder und im Endeffekt landet man dann im Raucherbereich und raucht und trinkt gleichzeitig. So geht der Abend dahin. Und mit ihm die Zigaretten und das Geld dafür.

Aber man(n) ist ja nicht schüchtern. Ich weiß mir ja zu helfen. Und als ich mich so umschaue, sehe ich ein Mädel auf einer Couch sitzen und sich eine Zigarette drehen. Perfekt. Meine Chance ein wenig charmant rumzuschnorren. Ich geh also hin und frage höflich in einem leicht lallenden Sprachstil, der bestimmt total sexy wirkt, ob ich mir vielleicht auch eine drehen dürfte. Ich durfte, hab ja nett gefragt.

Und dann schaut sie mich an. Auch wenn mir das keiner glaubt, die ganze Kippenfragerei war KEINE Anmache. Das ist plump und so. Garnicht mein Stil und so. Ich wollte wirklich nur eine rauchen. Aber als ich mir das Mädel dann mal genauer angeschaut habe, war ich mir da selbst nicht mehr so sicher.

Rote Haare (ROTE HAARE!!!), Palituch, Piercing, Rock mit Schottenmuster über der Hose und Chucks. CHUCKS. Also wenn irgendetwas ein Indiz für eine coole Frau mit gutem Geschmack und dem ganzen Gebimsel ist, dann sind es diese verdammten Schuhe. OK. Es muss auch alles oberhalb der Knöchel stimmen, aber die Schuhe sind ein Anfang.

Dieses Mädel allerdings war von unten bis oben niedlich. Gut, vielleicht so niedlich, wie ne ganze Menge Bier es aussehen lassen, aber es war definitiv auch nüchtern noch genug Potential da.

Wir drehen und rauchen. Und unterhalten uns. Gut, soweit ich weiß. Ist ja schon ne Weile her. Und ihr wisst ja. Die Gehirnzellen werden nicht mehr. Irgendwann ist aber auch die größte Zigarette zu Ende geraucht (ja, ne Zigarette, Tabak, Paper, Filter, NIX anderes…) und ich verziehe mich wieder in Richtung Tanzfläche, Bar, Menschen, weiß der Teufel. Aber irgendwie scheine ich ihr den ganzen Rest des Abends (zufällig?) über den Weg zu laufen und jedesmal nett angelächelt zu werden. Prima.

Es wird weitergefeiert, immer wieder unterbrochen von einem netten Lächeln beim Vorbeigehen. Steinigen könnt ihr mich. Bitte. Jetzt. Ich hab es einfach nicht geschnallt. Betrunken und so.

Am Ende (ihres) Abends kommt sie ein letztes Mal auf mich zu und sagt, dass sie jetzt nach Hause geht. Aha. So ist das also. Meine Erinnerung und ein paar halbwegs glaubhafte Augenzeugen sagen mir, wir hätten uns umarmt. Zum Abschied und so. Ihr wisst ja wie das ist.

Mein Abend war dann auch irgendwann vorbei und ich gehe nach Hause.

Am nächsten Tag habe ich frei. Gut so, denn mein Kopf hat weder durch den Türrahmen, noch in einen Klassenraum gepasst. Aber auf dem Kopfkissen fühlte er sich ganz Wohl.

Dann erinnere ich mich an den Abend. Und an das Mädel. Mit dem Mentholtabak.

Aber: Kein Name, Keine Telefonnummer, Kein nix.

Steinigen, bitte. Jetzt.

Es wird eine Fortsetzung folgen, denn andere waren nicht so ahnungslos wie ich. Solidarisch mit Telefonnummern um sich werfend und so. Aber das erzähle ich euch ein andern Mal.

Schwester? Tupfer!

Filed under: Allgemein,Aus eigener Feder,Erlebtes — Smikey @ 11:53

Hab in letzter Zeit viele Geschichten aus dem Krankenhaus gelesen und da fiel mir ein, hach, da haste doch auch so einiges erlebt. Also mal abgesehen von den zuletzt beschriebenen Aktionen im Warteraum der Arztpraxis.

Es muss im Sommer 2007 gewesen sein. So kurz nach den Festivals, etwas länger nach dem Abi, aber doch noch kurz vor dem Studium. Ich hatte mich entschlossen, mir freiwillig ein Zimmer in einem Krankenhaus zu nehmen. Naja.. Mehr oder weniger freiwillig, nachdem ich mich ja ein Jahr zuvor bravurös mit dem Motorrad auf die Fresse gelegt hab und mein Bein das alles andere als entspannend fand. Befund: Spiralbruch.

Und nun war es soweit, mir einen monstermäßigen Titannagel wieder aus dem Bein zu ziehen, den sie mir da reingepflanzt hatten. Zeitlich passte es perfekt, also nahm ich mir ne Woche und begab mich ins Krankenhaus.

Die OP lief wie immer prima. Ich bin ja schmerzfrei was Narkosemittel angeht. Ich seh die Nadel im Arm verschwinden und weg bin ich. Vorbildlicher Patient und so. Kann ja nicht jeder von sich behaupten. Allerdings werd ich aber gleich nervig, wenn ich wieder aufwache… Wer weiß ob der letzte Stich zum Vernähen der Wunde schon gemacht ist, aber ich hab den Doc gleich gefragt, ob alles gut gelaufen ist. Ich bin ja im Stress. Muss ja laufen und so. Und Motorrad fahren.

Apropos Motorradfahren. Da hat man ja sowieso nen beschissenen Stand im Krankenhaus. Da kannste nen Husten haben und es werden trotzdem Witze gemacht. Jeden Morgen. Visite. Ich mein, niemand ist jemals wirklich wach in einem Krankenhaus. Und da kann man auch nicht gut kontern, wenn der Arzt jeden Morgen aufs Neue fragt, wie es denn dem “potentiellen Organspender” denn heute geht. Da kann man nur doof grinsen und hoffen, dass die niedlichen Krankenschwestern nur über den Witz lachen und nicht über dich.

Niedliche Krankenschwestern gibts ja sowieso nicht wie Sand am Meer. Das ist eine Lüge der Fernsehindustrie, damit die Leute lieber ins Krankenhaus gehen. Zum Großteil sind die Schwestern alt, dick und mit Damenbart ausgestattet. Ich mein, es muss ja nicht gerade Tara Reid als Krankenschwester unterwegs sein, aber bitte, mir gehts da drin eh schon beschissen.  Meist jedenfalls. Ausser man hat eben süße Krankenschwestern.

Oder Krankenschwesterazubinen. Und dazu Zivis. Dann ist alles prima. Ich lieg nachmittags in meinem Bett rum (was will man auch machen, wenn man nicht laufen kann) und warte auf die Dinge die da kommen. Essen, Besuch, die Müdigkeit. Aber neheeheee. Da kommt ein Zivi mit dazugehöriger Krankenschwesterazubine rein. Niedlich. Richtig niedlich. Also die Azubine, nicht der Zivi.

Er gesellt sich an mein Ohr und misst meine Temperatur. Die Azubine beginnt parallel dazu, meinen Puls zu messen. Zivi ist als erster fertig. Geht ja auch schneller mit diesen elektronischen Piepsdingern. Er geht gleich zum nächsten Tagesordnungspunkt über:

Na Herr Kehler, heute schon schön gekackt?”

Ich muss grinsen. Ich kenne den Zivi. Er spielt mit mir in einer Band und wir kennen uns seit Jahren. Aber das weiß ja die Azubine nicht. Die ist komplett durcheinander und schaut uns mit panischem Gesicht an. Den Zivi, ob er noch alle Tassen im Schrank hat und mich, ob ich überhaupt zugehört habe, wie er mit mir spricht. Mein Kumpel entspannt die Situation. “Keine Angst, das istn Kumpel von mir… Und.. Wo liegt der Puls?”

Puls. Achja. Den sollte sie ja messen. Wurde aber durch unsere Konversation durcheinandergebracht. “Ähm. Der Puls. Hrm.. Schreib was normales auf. Ich bin durcheinander.”

Pulsmessen kann man aber auch auf noch originellere Weise durchziehen. Zum Beispiel während man an einem anderen Nachmittag so in meinem Krankenbett liegt und vor sich hin döst. Schlafen ist ja eh der einzig sinnvolle Zeitvertreib im Krankenhaus. Ich liege also da und schlummere vor mich hin. Plötzlich springt die Tür auf und eine (nicht ganz so niedliche) Krankenschwester kommt rein. “Ich will nur kurz Temperatur und Puls messen”. Und ich will schlafen, denk ich mir. Schlafen. Knallhart hat sie mich aus dem Schlaf gerissen. Ich bin immernoch zu Tode erschreckt, als sie beginnt, meinen Puls zu fühlen.

“Der ist aber ganz schön hoch, Herr Kehler. Gehts Ihnen gut?”

Bestens, gute Frau, bestens.

Reinkommen…

Filed under: Allgemein,Erlebtes,Gedankenwelt — Smikey @ 13:40

Hallo meine Freunde der gepflegten Unterhaltung…

Es ist wieder soweit. Wieder ist ein Jahr vorbei. Kein Jahrzent, wie es manche sagen, nein, erstmal nur ein Jahr. Aber das reicht ja auch…

Das Jahr hat gut angefangen. 5 Sekunden nach Zwölf hatte ich ein sehr süßes Mädel im Arm. Das muss mir erst mal einer nachmachen… Also abgesehen von verheirateten und sonstig-verbundenen Menschen. Dass der Korb dann pünktlich zum Valentinstag kam konnte ja keiner ahnen. Auch das sollte mir erst mal nachgemacht werden. Oder doch lieber nicht, wobei es schon recht kitschig und filmreif ist. Nunja.. Hatte danach ja gleich nen Date mit einer andern. Ich Hure ich.

Der Rest des Jahres war wie immer recht höhen- und tiefenreich. Michael Jackson ist gestorben. Habt ihr das mitbekommen? Ging an euch vorbei? Dacht ich mir. Man muss ja auch nicht immer den Fernseher anhaben. Sterben ja auch sonst genug. Bomben und Tanklaster und so.

Krise hatten wir auch. Kriiiise. Ich hatte auch welche, aber die hatten wenig mit Geld und Banken zu tun. Und so wie ich die Leute gesehen habe, die gestern Unsummen für Böllerei ausgegeben haben, kanns auch den anderen Menschen nicht so schlecht gehen, wie immer gesagt wird.

Ansonsten hab ich wie immer genug studiert und genug Spaß dabei gehabt. Mündliche Zwischenprüfung hatte ich auch. Am Montag nach dem Highfield. Nachmachen!

Und weil es dieses Jahr Trend war, hab ich auch abgewrackt. Mein Auto. Man muss ja ein bisschen mit der Zeit gehen. Oder man muss mit der Zeit gehen. Ich wracke lieber ab. Autos, Bier, Frauen.

Musik hab ich auch gemacht. Recht ordentlich sogar. Braucht noch jemand nen Bass? Hab einen abzugeben… 2 Mal live gespielt und ohne Bierflecken und Zigarettenlöcher… Bei 15 Grad minus hab ich auch OpenAir gespielt. (Nachmachen!)

Nächstes Jahr wird wie immer alles anders. Mein Studium geht vorbei, Gott, wie die Zeit vergeht. Aber vorher muss ich noch ein wenig studieren und Prüfungen machen und so. Aber auch sonst geht es rund. Auftritte über Auftritte. Den Rock’n'Roll-Lifestyle voll auskosten.

Ansonsten sind meine Pläne wie die letzten Jahre auch. Aufhören zu Rauchen lass ich weg, weniger Essen auch. Ich mach alles wie immer, nur ein bisschen besser… und mehr. Und ihr?

Lasst es euch gut gehen und rutscht heute Abend gut rein. Trinkt nicht so viel, so dass ihr um 12 noch wach seid um die Raketen im Nebel verschwinden zu sehen. Ich freue mich auf 2010. Neue Bloglesungen, Blogeinträge, Kommentare, Frauen, Menschen, Auftritte und natürlich auf euch. Kommt gut rein und denk immer dran:

no retreat, no surrender…

Stöckchen – Für wen bloggst du?

Filed under: Allgemein,Externes,Gedankenwelt — Smikey @ 12:54

Der liebe Herr Roadeo hat mir ein Stöckchen vom torschtl zugeworfen. Es geht, wiedermal, ums bloggen an sich. Ich glaub da gabs schonmal ein ähnliches Stöckchen. Achja, hier.

1. Seit wann bloggst du und warum hast du damit begonnen?

Ich blogge seit dem 2.3.2006. Jaja, so alt ist dieser ganze Krams hier schon. Aber warum habe ich damit angefangen. Ich glaube, ich begann zu bloggen, weil ich davon gehört hatte und es ganz interessant fand. Und siehe da, es hat mir Spaß gemacht und tut es immernoch. Und nun bin ich schon 3,5 Jahre hier. Eine ganz schön lange Zeit. Und keine Angst, ich bleib auch noch ne Weile.

2. Hat sich dein Blog im Laufe der Zeit durch äußere Einflüsse (Suchmaschinenanfragen, Kommentare, …) in eine andere Richtung entwickelt? Im Klartext: Passt du dich deinen Lesern an oder schreibst du nach wie vor das, worauf du Lust hast?

Ich sags mal so. Es gab eins-zwei Änderungen am Blog beziehungsweise meinem Geschriebsel. Zum Einen habe ich irgendwann aufgehört, über Politik zu schreiben, auch wenn ich das immer äußerst interessant fand. Aber man macht sich zu viele Feinde und ich will, dass mich alle liebhaben. Zum Anderen habe ich irgendwann begonnen, Realität mit Fiktion zu mischen. So kommen manchmal Geschichten heraus, die so nicht passiert sind, aber durchaus hätten passieren können. Der Punkt, an dem genau das geschah, war die erste Bloglesung in Jena, der ich damals beiwohnen durfte.

3. Solltest du nur für dich bloggen, warum wählst du dann das Internet als Medium und kein “normales” Tagebuch? Wäre das nicht besser geeignet?

Ich blogge, weil ich Spaß daran habe, mich mitzuteilen und weil ich Meinungen von anderen dazu hören möchte. Ich weiß, hinter dem Bloggen steckt einen riesen Batzen Egoismus und Angeberei. Aber ich mags trotzdem. Normales Tagebuch zu schreiben, da würde mir das Feedback fehlen, das ich so gerne habe. Und die Gemeinschaft. Aber ich gebe zu, mit dem Blog ist es leichter, die letzten drei Jahre chronologisch zu ordnen. Das macht sich gut für einen wie mich, der ein Gehirn wie ein Nudelsieb hat.

4. Was tust du, um deine Leser langfristig bei der Stange zu halten? Hast du schon einmal Gewinnspiele ausgelost? Falls ja, wie hast du diese finanziert?

Bei der Stange halten? Ich will niemanden bei der Stange halten. Die Menschen, die hier lesen, wissen selbst am besten, warum sie das tun. Ich schreibe was ich denke und hoffe, dass es den Leuten gefällt. Und wenn es mal nicht so ist, dann haben eben alle mal Pech gehabt. Gewinnspiele und sowas gibbet hier nicht. Obwohl, der 1000ste Kommentar wird sicherlich irgendwas besonderes bekommen. (btw. wir sind bei 917)

5. Welche Tipps kannst du Blogneulingen ans Herz legen, um langfristig gelesen zu werden? Was ist in deinen Augen für einen Blog eher nachteilig?

Hrm. Erstmal sollte man nicht mit dem Bloggen anfangen, nur weil man gemocht werden und erfolgreich sein will. So wird das nunmal garnichts. Man bloggt, weil man denkt, dass man was mitzuteilen hat. Und darum geht es. Man tut es in erster Linie für sich und nicht für die anderen. Dass man Feedback bekommt und andere Ansichten teilen, sich mitfreuen, mitleiden oder teilhaben, ist nur das Sahnehäubchen auf dem Blog-Eisbecher.

So. Weitergeben muss ich das Stöckchen ja auch. Ich werf es mal weiter zu Frau Eiskalt, zur lieben Prinzessin und dem Herrn Schmidt. Macht damit was ihr wollt.

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